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Mittwoch, 14. September 2022

14. September 2022, 18:34    Webmaster

Marburger Ornithologe: Keine Windräder in Wäldern und Zugkorridoren


Windkraft ist effizient – allerdings vor allem für die Kassen der Hersteller und Betreiber. Für die Energieversorgung bringt sie viel zu wenig angesichts der großen Schäden, die der Bau und Betrieb der Anlagen für unsere Natur bedeutet. Das ist ein Resümee von Prof. Dr. Martin Kraft vom Marburger Institut für Ornithologie und Ökologie e. V.. In einem Artikel in der Zeitschrift VÖGEL setzt er sich kritisch mit Windkraft versus Naturschutz auseinander. Unter anderem moniert er, dass die Zeiträume, in denen Daten zur Auswirkung von Windkraftanlagen auf Vögel oder andere fliegende Tiere erfasst werden, nicht repräsentativ sind. Sie müssten zum Beispiel die gesamte Phase des Vogelzugs umfassen, während dem ein Hauptteil des Vogelschlags stattfindet.

Hier sind einige seiner Forderungen, denen sich Wildes Bayern vollumfänglich anschließt:

  • Keine Windräder in Wäldern und auf wichtigen Zugkorridoren
  • Abschalten aller Anlagen bei starkem Vogelzug und an Massenzugtagen
  • Ganzjährige planmäßige Zugvogelerfassungen
  •  Festlegung von Durchzugskorridoren und Verdichtungszonen
  • Kartierung aller wichtigen Nahrungs-, Rast- und Ruhehabitate
  • Registrierung der Gegenflüge während des aktiven Zuges
  • Regelmäßige Suche nach Opfern
  • Keine Windräder im direkten Umfeld von Rast-, Mauser- und Schlafplätzen
  • Keine Beauftragung von ornithologischen Gutachten und Artenschutzprüfungen durch Windkraftbetreiber
  • Methodisch saubere Gutachten ausgewiesener Ornithologen

Den vollständigen Artikel aus der Zeitschrift VÖGEL – die uns, ebenso wie der Autor, die Nutzung freundlicherweise gestattet – findet Ihr hier: Artikel Windkraft versus Naturschutz

Hier kommt Ihr zum Marburger Institut für Ornithologie und Ökologie e. V.

 

 

Bildquelle: (c)Dieter Haas Seeadler / Katinger Watt, (c)Dieter_Haas_Seeadler m ad Katinger Watt_800x500




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