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Donnerstag, 13. April 2023

13. April 2023, 06:49    office@wildes-bayern.de

Müll aus der Natur mitnehmen tut nicht weh!


Müll in der Natur ist schädlich für alle – für Wildtiere, die sich darin verwickeln oder daran ersticken können, wie auch für uns Menschen, die wir letztlich über Mikroplastik in Gewässern unseren eigenen Müll wieder in der Nahrung vorfinden. Deshalb bittet Wildes Bayern alle Mitglieder und Unterstützer, jetzt noch alles an Müll aus der Natur zu holen, das sie finden. Da die Brut- und Aufzuchtzeit schon begonnen hat, sollte man dabei natürlich nicht in Gebüsche und Bestände vordringen, aber es liegt ja leider genug Zeug – Flaschen, Tüten und vieles mehr – an Wegrändern und in Gräben herum.

Anlässlich dessen weisen wir auch nochmal auf die Initiative #estutnichtweh hin, die wir seit letztem Jahr unterstützen. Sie verfolgt den einfachen wie schlagenden Leitsatz, dass jeder, der sich draußen bewegt, einfach mitnimmt, was dort nicht hingehört: #estutnichtweh. Das klappt überall – nicht nur in den Bergen!

Der Verein, der mittlerweile mehr als 400 aktive Mitglieder zählt, befasst sich mit dem Thema Müll in den Bergen. Auf Instagram und Facebook, bei Messen und in Schulklassenprojekten klären wir die Menschen auf. Hier geht es nicht nur um Theorie: Mädchen und Buben halten ihren Schulweg mit Freude sauber, indem sie selbst nichts achtlos wegwerfen und auch gerne Müll aufsammeln. Und mancher Erwachsene fühlt sich unangenehm ertappt, wenn ihm ein Kindermund die Wahrheit entgegenhält: „Du, nicht einfach das Zuckerlpapier in die Wiese werfen, das verrottet nicht, das zerfällt zu Mikroplastik und kommt in unser Trinkwasser!“

#estutnichtweh

#ETNW packt selbst tatkräftig an. Zum Beispiel bei organisierten “Cleanups”, bei denen eine Bergtour mit der Säuberung der Strecke verbunden wird. Hier wird den Teilnehmern oft richtig bewusst, wie gefährlich weggeworfene Dosen und zerbrochene Flaschen und Plastik für die Tierwelt sind. Die goldene Regel ist: „Wenn es hier nicht wächst, hat es hier auch nichts verloren.“ So ist das Klima auf 2000 Metern nicht geeignet, zur Verrottung von Bananen- oder Mandarinenschalen beizutragen. Die Verdauung der Tiere ist auf diese Lebensmittel und -reste nicht ausgelegt. Koliken und Vergiftungen können die Auswirkungen nach dem Verzehr sein.

Und, gerade jetzt im Sommer: Weggeschnippte Zigarettenkippen im Wald oder in den Bergen können brandgefährlich sein und schädigen unsere Umwelt. Ob am Land oder im Wasser, der vermeintlich harmlose Tschickstummel enthält neben Nikotin und Teer auch Arsen und Blei. Und weitere 7000 toxische Substanzen! Bei Tieren und Kindern können sie zu Vergiftungen führen, und sie verunreinigen den Boden und das Trinkwasser.

(c)#estutnichtweh

Unsere stetig wachsende Gemeinschaft der Mitglieder befreit in ihrer Freizeit Berge, Wälder und Wiesen vom Müll. Sie sind gerne in der Natur, und es tut ihnen nicht weh, diese auch sauberer zu machen, während sie ihre Wanderung genießen. Ausgestattet sind #ETNW-Mitglieder mit einem #Mistzangerl – eine Zange aus Buchenholz, nachhaltig in Deutschland hergestellt, mit dem die Hände immer sauber bleiben, einem #Drecksackerl – ein aus Stoffresten in der EU produziertes Sackerl, in welchem der gesammelte Abfall bis zur Entsorgung aufbewahrt werden kann und einem #Tschickdoserl, ein kleiner, mobiler Aschenbecher für den Gipfelzigarettenstummel.

Mehr Information zum Verein und wie man Mitglied wird, findest du auf www.estutnichtweh.org.




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