Bei einer Podiumsdiskussion über „Nachhaltiges (Be-)Wirtschaften“ zur Eröffnung der Messe Jagen & Fischen in Augsburg am 13. Januar hat Wildes Bayern-Vorsitzende Dr. Christine Miller bedauert, dass die Politik in Bayern die Grundlagen für ein nachhaltiges Bewirtschaften von Wildbeständen aktiv behindert.

„Behörden und Politik weigern sich, sich mit einer objektiven nachhaltigen Bewirtschaftungsweise auseinanderzusetzen“, sagte sie gegenüber Moderator Heiko Hornung, dem Chefredakteur der Zeitschrift „Wild und Hund“. Als ein „beschämendes Beispiel“ nannte sie das staatliche Wildtierportal, auf dem seit 2 Jahren keine räumlichen und nach Altersklassen aufgegliederten Abschusszahlen mehr einsehbar sind. „Nachhaltigkeit darf weder leere Floskel noch bloßes Gefühl sein“, so Miller. „Nachhaltiger Umgang mit Naturressourcen beruht auf Fakten. Wer diese Fakten nicht kennt oder nicht kennen will, betreibt meist bewusst Raubbau und arbeitet gegen die Natur! Die Mindestvoraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften sind Daten über Zustand, Verteilung und Struktur der Wildtier- und Fischbestände, die genutzt werden sollen. Aber genauso müssen Jagd und Fischerei das ganze Artenspektrum in den genützten Lebensräumen im Blick haben. Der verengte Fokus auf ein paar wirtschaftlich interessante Arten oder die Unkenntnis der Wechselbeziehungen von Tieren und Pflanzen verhindern ein nachhaltiges Management von Tieren und Lebensraum. Wer es nicht kann und keine Lust auf Nachhaltigkeit und Biodiversität hat, sollte die Finger davon lassen.“
BJV-Präsident Ernst Weidenbusch, ebenfalls Gast auf dem Podium, ergänzte, dass eine so genannte „wissenschaftliche Studie“ zum Gamswild zwar öffentlich zitiert werde, aber bis heute nicht mal zur wissenschaftlichen Überprüfung eingereicht sei.

(c)Vivienne Klimke – Podiumsdiskussion Jagen und Fischen
Die Diskussion fand statt im Rahmen eines Pressefrühstücks zur Messeeröffnung. Dritter Teilnehmer war der Fischereipräsident von Schwaben, Hans-Joachim Weirather.
Gleich im Anschluss zur Messe wurde Dr. Miller vom Bayerischen Rundfunk zum Thema Nachhaltigkeit interviewt – das Interview in der Sendung „Radiowelt“ auf Bayern2 findet Ihr hier zum Nachhören
Bildquelle: (c)Vivienne Klimke - Podiumsdiskussion Jagen und Fischen
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Bernd Gerken sendet herzliche Grüße, derzeit aus Westfalen!
Liebe Frau Miller,
in Kürze sende ich Ihnen einen Beitrag, den Marcel Züger und ich im Artenschautzreport/Jena publiziert haben. Ich nehme an, Sie bekommen diese Schrift auch – aber ich lege meinem e-mail sicherheitshalber unseren Beitrag als pdf-Datei bei.
Wir hoffen zu erreichen, dass die Regierung Schwaben resp. die UNB bei ihrer Erkenntnis bleiben, dass der Bach alles weitere selbst regulieren wird.
Wie aus dem Bayrischen Rundfunk vermittelt wird, will hingegen der BN immer noch weitere Sanierungsmaßnahmen – aber jeder weitere Baggerhub wäre ein Schädigung der sehr gut verlaufenden Selbstheilung!
Kollege Reichholf aus München äußerte sich in diesem Sinne
„… soeben las ich Ihre Stellungnahme zu den Vorgängen um den Rappenalpbach im neuen Heft „Artenschutzreport“.
Wie Sie es als Kollege, der Ökologie nicht ideologisch, sondern wissenschaftlich betreibt, nicht anders erwarten würden, finden Ihre Ausführungen meine volle Zustimmung! … schlimm ist jedoch das Verhalten der Medien, die sich solche „Sensationen/Skandale“ suchen, ohne die Sachverhalte ordentlich zu prüfen.
Herzliche Grüße! Josef Reichholf“.
Wir informieren aktuell die UNB des Oberallgäukreises und die Regierung Schwaben sowie anschließend an dieses mail den Bayrischen Rundfunk (der allerdings vom BN recht einseitig Informationen aufnimmt, und zwar bereits ab inicio, da der BN Anzeige erstattete.
Vielleicht haben Sie noch eine Idee, wie wir für die „Ruhe am Bach, Selbstentfaltung ohne weitere Bagger“ wirksam werden können.
Seien Sie herzlich gegrüßt!
Ihr
Bernd Gerken
(jüngst mit Filmen auf https://youtu.be/5jzea0N1YXU und https://youtu.be/uJ1LX3fMuOE vom Auensymposium Leipzig (17.-20.9.25), zum Erhalt der Hochschule Höxter, die für ihren ökologishen Schwerpunkt bekannt ist mit https://youtu.be/0ceVYMgP6ec sowie „zur Lage allgemein“ in https://youtu.be/ZeKRuuhHGSA)