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Donnerstag, 15. Dezember 2022

15. Dezember 2022, 11:44    Webmaster

Ronan Donovan – über den Wolf zur Landschaftsnutzung


Auf der Messe ISPO in München hatten wir dank der Vermittlung des Ausrüsters Jack Wolfskin die Möglichkeit, den National Geographic-Fotografen und -Filmer Ronan Donovan zu treffen. Auf seiner Internetseite finden sich ein paar seiner packenden Dokumentationen über Wölfe, vor allem im Yellowstone National Park.

 

(c)Wildes Bayern

 

WB: Ronan, wo und wie kamst Du das erste Mal in Kontakt mit Wölfen?

RD: Während meiner Kindheit in Vermont hatte ich mit Wölfen noch nichts zu tun, außer dass mein Bruder mal einen Hybriden als Haustier hatte. Dann wurde ich Wildbiologe, arbeitete aber vor allem mit den gängigen Arten, wie dem Fleckenkauz. Ich war auch in Uganda und arbeitete im Schimpansen-Projekt mit. Mit Wölfen kam ich eigentlich erst durch „National Geographic“ in Kontakt. Für sie habe ich in den Jahren 2014 und ´15 im Yellowstone National-Park das Wolfsprojekt begleitet.

WB: Warum bist Du beim Thema Wolf geblieben?

RD: Der Wolf ist ein sehr guter Zugang zu Fragen der Landschaft und ihrer Nutzung. Viele Menschen fühlen eine enge Verbundenheit mit Wölfen. Darüber kann ich mit ihnen in die Diskussion über größere Zusammenhänge und über die Koexistenz zwischen Menschen und Wildtieren einsteigen.

WB: Kennst Du die angespannte Diskussion über die Koexistenz mit Wölfen in Deutschland, und was würdest Du uns aus amerikanischer Perspektive raten?

RD: Ja, ich bekomme die Diskussion mit. Und ich muss sagen, ich würde auf jeden Fall dazu raten, Entnahmen von Wölfen zu ermöglichen. Es ist einfach die Realität, dass wir in einer vom Menschen dominierten Landschaft leben. Im Yellowstone-Park haben wir hier verschiedene Extrembeispiele. Montana, der Staat, wo ich lebe, hatte bisher eine recht entspannte Wolfspolitik. Aber jetzt wollen sie den Bestand um 80 Prozent reduzieren! Dabei werden hier pro Jahr vielleicht gerade mal 50 Kühe und 120 Schafe gerissen, das ist wenig im Vergleich zum Beispiel zu Deutschland. Im Nachbarstaat Wyoming dagegen, der vor allem Milchwirtschaft und Ölförderung betreibt, wurden Wölfe von Anfang an als Schadwild betrachtet. Auf 80 Prozent der dortigen Fläche dürfen Wölfe geschossen werden. Auf den übrigen 20 Prozent wird die Wolfsjagd als Trophäenjagd vermarktet, und es wird Forschung betrieben, indem man sie zählt, besendert und mehr. Aber sogar unter diesem „Minimum-Regime“ halten sich die Wölfe in Wyoming.

 

Zur Webseite von Ronan Donovan kommt Ihr über diesen Link…

(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan
(c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan

Bildquelle: (c)Wildes Bayern, (c)Jack Wolfskin - Discovery - Ronan Donovan, (c)Kollage Jack Wolfskin - Ronan Donovan / Wildes Bayern




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