Seit neun Jahren führen Interpol und die Weltzollunion WCO gemeinsam mit Partnern auf der ganzen Welt internationale Razzien gegen den Handel mit Wildtieren und ihren Teilen durch. Bei einer globalen Aktion im September und Oktober 2025 wurden in 134 Ländern erneut 30.000 wild lebende Tiere und unzählige Teile beschlagnahmt. Rund 1100 Personen stehen unter Verdacht.
Die Zahl der lebenden Tiere, die bei der Razzia gefunden wurden, stellt ein Rekordhoch dar. Laut den Behörden ist das vor allem auf die Nachfrage nach exotischen Haustieren zurückzuführen.
Noch weitaus bedeutender ist aber der Handel mit tierischen Teilen für medizinische Anwendungen oder als Delikatessen. Zu diesen zählen wohl zum Beispiel die 4.000 Haifischflossen, die einen Teil von 245 Tonnen an geschützten Meerestieren und -teilen ausmachten, die die Ermittler beschlagnahmten. Auch der Anteil an so genanntem „bushmeat“ ist deutlich angestiegen, vor allem in Kisten, die von Afrika nach Europa transportiert wurden. Belgische Beamte fanden vor allem Affenfleisch, in Kenja wurden über 400 Kilogramm an Giraffenfleisch beschlagnahmt und in Tansania Zebra- und Antilopenfleisch sowie deren Felle im wert von ungefähr 10.000 US-Dollars.
Interpol weist darauf hin, dass auch der Anteil an kleinen Tieren im internationalen Wildtierschmuggel immer mehr wächst. So fanden die Ermittler fast 10.500 Schmetterlinge, Spinnen und Insekten, von denen viele unter das CITES-Abkommen fallen und gar nicht gehandelt werden dürfen. „So winzig sie auch sind, spielen diese Lebewesen doch eine elementare ökologische Rolle“ schreibt Interpol in einer Pressemeldung. „Sie zu entnehmen, unterbricht Nahrungsketten und verbreitet invasive Arten oder Krankheiten, die auch ernsthafte Risiken für die Biosicherheit und die öffentliche Gesundheit darstellen können.“
Den original Bericht von Interpol über die Razzia in englischer Sprache mit weiteren Bildern finden Sie hier
Meldung vom 5.3.2025
Interpol und die Weltzollorganisation WCO haben eine weltweite Operation gegen den illegalen Wildtier- und Holzhandel durchgeführt. Dabei wurden rund 20.000 lebende Tiere beschlagnahmt, zumeist von bedrohten oder geschützten Arten. Darunter waren auch 33 Primaten und 18 Großkatzen.
Zwischen dem 11. November und dem 6. Dezember 2024 haben Polizei, Zoll, Grenzschutz, Forst- und Wildtierbehörden aus 138 Ländern und Regionen gemeinsam eine Razzia durchgeführt – was das größte koordinierte Vorgehen dieser Art seit 2017 war.
365 Verdächtige wurden festgenommen, sechs transnational agierende Netzwerke des illegalen Wildtier- und Pflanzen- bzw. Holzhandels und 100 involvierte Unternehmen aufgedeckt. Sie bedienen einen Markt, der nach besonderen Lebensmitteln, Pflanzenheilmitteln, Luxus- oder Sammlergütern oder eben Tieren bzw. Ausstellungstieren verlangt.
Mehr Informationen über die eindrucksvolle Aktion findet Ihr hier
Und hier einen Artikel vom 14.3. über den Fund eines Löwenjungen, das in Israel als „Haustier“ gehalten werden sollte….
Bildquelle: Copyright © INTERPOL All rights reserved.
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