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Mittwoch, 14. Dezember 2022

14. Dezember 2022, 12:14    Webmaster

17. Januar: Lesung und Diskussion über das Reh


Das Rehwild, ein fragiles, scheues, veganes Fluchttier, spaltet die Meinungen in unserer Gesellschaft beinahe so sehr wie der Wolf. Für die einen scheint es eine inkarnierte Seuche zu sein, andere freuen sich, wenn sie ein Reh bloß auf einer Wiese stehen sehen.

Zu Letzteren zählt Dr. Rudolf Neumaier, dessen Kindheitserinnerungen fest mit Rehwild verknüpft sind. In seinem Buch „Das Reh. Ein sagenhaftes Tier“ beleuchtet der frühere Journalist und Redakteur die Art von allen möglichen Seiten und geht auch der Frage nach, wer den Trughirschen aus welchen Motiven offenbar das Aussterben an den Hals wünscht.

Wildes Bayern in Kooperation mit dem Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern, und den Kreisgruppen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau des Bayerischen Jagdverbands laden herzlich ein zu einer Lesung von Dr. Rudolf Neumaier und der anschließenden Diskussion der Frage: „Wie gehen wir mit Rehen um, und wer bestimmt das?“

Die Veranstaltung findet statt am 17. Januar, 19 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum Murnau, der Eintritt ist kostenlos!

Über diesen Link könnt Ihr das Einladungplakat mit allen Infos herunterladen…




Ludwig Fegg schrieb:


Heiligabend 1971.
Die ARD zeigt um 20.15 Uhr, also zur besten Sendezeit, „Bemerkungen über den Rothirsch, darin forderte Horst Stern: Es ist nicht dringlich, den Hirsch zu schonen, es ist dringlich zurzeit, ihn zu schießen.“
Ich habe den Film damals selbst gesehen und stelle heute fest, ja es wurde über Jahrzehnte geschossen, Lebensräume wurden verengt, Rot- und Rehwildfütterungen eingestellt. Wildbestände wurden dezimiert, teils sogar eliminiert.
Das Schlimme ist: Die Spirale des Todes dreht sich immer schneller, der Totschießaktionis-mus findet kein Ende. Auch 50 Jahre danach werden freilebende Wildtiere als Schädlinge bezeichnet und so behandelt.
Am Heiligabend 2022 lag es nun unter dem Christbaum, das Buch auf das ich so lange ge-hofft und gewartet hatte!
„Das Reh“ von Dr. Rudolf Neumaier.
Und ich stelle fest, es ist ein Volltreffer!“
Er beschreibt sich darin als Bauernsohn, als passionierten Jäger, als Tier- und Naturfreund, als Einer der in Bayern daheim ist! Dass er als Journalist bei der SZ tätig war und vor gut einem Jahr als Geschäftsführer zum Landesverein für Heimatpflege wechselte setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf!
So kommt nach über 50 Jahren wieder jemand, der unvoreingenommen auf die Thematik „Wald-Wild-Mensch“ blickt und fachlich und sachlich hinterfragt. Er kommt, wie damals der Tierfilmer Horst Stern! Völlig unverhofft!
So fordert Neumaier heute ebenfalls das für Viele Unfassbare!
Er will zurück zu einem guten Umgang mit dem Wald und dem Wild. Er hat akribisch ermittelt, geschaut, alle Seiten befragt und sich seine Meinung gebildet. Als bodenständiger, heimatverbundener Mensch!
Diese Wende ist dringlich zurzeit!
Und längst überfällig. Seinen Ausführungen stimme ich vollumfänglich zu.

Ich wünsche viele gute Diskussionen und positive Ansätze für einen künftig hoffentlich wieder vernünftigen Umgang mit Wald und Wild!

Viele Grüße aus Berchtesgaden und einen ruhigen Jahreswechsel!
Ludwig Fegg
http://www.wald-wild-mensch.de

Antworten
Evelyne Kaiser schrieb:


Lieber Herr Neumair,
ich habe Ihr Buch in einem „Zug“ gelesen und bin so begeistert, daß ich es meinen Jagdfreunden auch
empfohlen habe zu lesen. Vor allem meinem Jungjäger, der vor einem Jahr den Jagdschein gemacht
hat. Ihr Buch ist ein absolutes „Muss“ für unsere nachkommende Jäger-Generation. Ich jage mit meinem
Partner in einem Revier an der neuen BA 94 und würde mich freuen Sie persönlich kennenzulernen-
Wenn Sie es einrichten können, gerne auch anläßlich eines Revierspaziergangs.
Mit vielen Grüßen und weiter so.

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