Blogpost
Mittwoch, 18. Mai 2022

18. Mai 2022, 06:53    Webmaster

Videobeitrag WWF – über die tödliche Gefahr des ASP-Zaunes für unsere Wildtiere


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Zum vollständigen Videobeitrag kommt Ihr außerdem auch über diesen Link…

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema aus unserer Redaktion

 

Weiterer Lesetipp: Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe, der Deutschen Wildtier Stiftung, des NABU Mecklenburg-Vorpommern, des Vereins Rewilding Oder Delta sowie des WWF Deutschland

 

„Zaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest: Allianz aus Naturschutzorganisationen fordert Runden Tisch in Mecklenburg-Vorpommern

Hamburg, Berlin, Schwerin (18. Mai 2022)

Ob Rehe, Hirsche oder auch Wölfe, für viele Wildtiere können die Zäune zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Polen ein massives und teils tödliches Hindernis sein. Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus will daran bisher wenig ändern. Deshalb hat ein Bündnis aus Naturschutzorganisationen nun einen Runden Tisch zum Thema Schweinezaun gefordert. Es müsse dringend darüber gesprochen werden, wie die Beeinträchtigungen von Arten und Lebensräumen durch den Zaun verringert werden können, so die Organisationen. Das Bündnis sieht sich als Anwalt der Wildtiere und kritisiert die Intransparenz des Ministeriums. Denn bevor Kritikpunkte zum ersten Zaun ausgeräumt werden konnten, hat das Ministerium bereits eine zweite Zaunreihe entlang der polnischen Grenze bauen lassen. Gezeichnet haben den Brief die Deutsche Umwelthilfe, die Deutsche Wildtier Stiftung, das grenzübergreifende Projekt ŁośBonasus – Crossing!, der NABU Mecklenburg-Vorpommern, der Verein Rewilding Oder Delta sowie der WWF Deutschland.

 

Zweifelhaft ist auch, ob der Zaun überhaupt rechtmäßig gebaut wurde, da nötige Verfahrensschritte nicht eingehalten wurden. Eine FFH-Verträglichkeitsprüfung hat das Ministerium beispielsweise bisher nicht vorgelegt. Ein vom WWF beauftragtes Rechtsgutachten urteilt deswegen, dass der Zaun rechtswidrig gebaut und Mitwirkungsrechte der anerkannten Umweltvereinigungen verletzt wurden.

 

Ein Monitoring der Auswirkungen des ASP-Zaunes auf die heimischen Wildtiere und Lebensräume halten die Naturschutzorganisationen für dringend notwendig – insbesondere mit Blick auf die Verpflichtungen aus der FFH-Richtlinie gegenüber besonders wertvollen Arten und Lebensräumen. Sie bieten an, an der Konzeption eines solchen Monitorings mitzuwirken.

 

Die Umweltorganisationen empfehlen Herrn Minister Backhaus den Blick nach Brandenburg. Dort hat ein konstruktiver Austausch zwischen Landesregierung und Vertretern aus Wissenschaft und Naturschutz bereits begonnen: Ein Monitoring entlang des Zauns wurde diskutiert, um zweckmäßige Lösungen sowohl für Nutztierhaltende als auch für Natur- und Artenschutz zu erarbeiten. Beide Seiten bestätigten zudem die Notwendigkeit von Verträglichkeitsprüfungen. Die unterzeichnenden Naturschutzverbände und -stiftungen bitten Minister Backhaus in ihrem Schreiben, sie zu einem Runden Tisch zu laden, um auch in Mecklenburg-Vorpommern zu einer wissenschaftlich basierten, sinnvollen Lösung zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest bei gleichzeitig bestmöglicher Minimierung negativer Auswirkungen auf Natur und Landschaft zu gelangen.“

 

 




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.









Aktuelle Informationen



Unser Wildtier der Woche: Der schöne, scheue Schwarzstorch Wann haben Sie Ihren letzten Schwarzstorch gesehen? Ich, ehrlich gesagt, noch nie. Das mag daran liegen, dass die großen, schwarzen…

Samstag, 25. Juni 2022
Jetzt lesen
Glyphosat im Honig: Landwirt haftet für Pestizideinsatz Ein Imkerpaar in Brandenburg hat fast 15.000 Euro Schadenersatz zugesprochen bekommen, weil sein Honig mit Glyphosat verunreinigt wurde. Das berichtet…

Freitag, 24. Juni 2022
Jetzt lesen
Naturnahe Weidelandschaften - Exkursion zu alten Allmendweidesystemen Wo tobt das Leben und die Biodiversität? Auf extensiven Weiden. Diese Landschaftstypen gehören heute zu den seltensten und artenreichsten Lebensräumen,…

Freitag, 24. Juni 2022
Jetzt lesen

Mitglied werden