Die Vogelgrippe, fachlich Aviäre Influenza (AI) genannt, stellt weiterhin eine ernste globale Bedrohung für Wildvögel und die biologische Vielfalt dar. Gerade Wasservögel sind schwer betroffen.
Die besonders hochansteckenden und tödlichen Virusvarianten (HPAI) sind nach aktuellem Wissensstand vor allem im Zusammenhang mit der industriellen Geflügelhaltung entstanden. In solch tierreichen und dichten Beständen kann sich das Virus schnell vermehren und verändern. Von dort gelangt es immer wieder in die Umwelt, mit gravierenden Folgen für Wildvögel auf der ganzen Welt.
Öffentliche Aufmerksamkeit erhält die Tierseuche meist dann, wenn beliebte und bekannte Vogelarten, wie im Herbst der Kranich, betroffen sind. Anfang Dezember wurden in Getafe, einer Gemeinde nahe Madrid, hunderte Weißstörche tot aufgefunden, die an der Vogelgrippe verendet waren. Diese Störche stammten aus Nordeuropa und nutzten Spanien als Rast- oder Überwinterungsgebiet. Immer mehr Weißstörche ziehen heute nicht mehr bis nach Afrika, sondern bleiben aufgrund milder Winter und guter Nahrungsquellen in Südeuropa. Darum werden sich die Verluste in Spanien auch auf die Bestände in Deutschland auswirken.
Unklar ist bislang, wie das Virus in diese Storchenpopulation eingetragen wurde, da sich die Tiere bereits seit Monaten in Spanien aufhielten. Gleichzeitig wurden dort auch Ausbrüche in Geflügelhaltungen festgestellt. Ein zusätzliches Risiko besteht dadurch, dass viele überwinternde Storche sich von städtischen Abfällen ernähren, an Mülldeponien sammeln und dort anstecken können.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stuft das Risiko der Einschleppung und Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland weiterhin als hoch ein, obwohl die Fallzahlen zuletzt gesunken sind. Das gilt sowohl für Wildvögel als auch für Geflügelhaltungen.
Um Wildtiere, Haustiere und uns Menschen zu schützen, sind jetzt folgende Maßnahmen besonders wichtig:
Das Ansteckungsrisiko für Hunde ist zwar gering, aber nicht ausgeschlossen. Auch Füchse, Waschbären und Marder wurden bereits positiv getestet.
Freilaufende Katzen können infizierte Vögel erbeuten. Je nach Risiko sollte auch der Freigang ggf. eingeschränkt werden. Auch über die Nahrungskette wird das Virus verbreitet.
Die Vogelgrippe zeigt deutlich, wie eng Tiergesundheit, Umwelt und menschliches Handeln miteinander verknüpft sind. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wildtieren und Nutztierhaltung sind entscheidend, um weiteres Leid zu verhindern, für einzelne Tiere sowie für ganze Arten.
EZ
Weitere Informationen:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
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