Der Kanton Thurgau wirft gerade einen sehr kritischen Blick auf Zäune in der Landschaft. Stacheldraht soll grundsätzlich verboten werden, und Weidezäune müssen täglich kontrolliert und nach der Nutzung pflichtgemäß abgeräumt werden – so soll es im Jagdgesetz künftig verankert werden.
Das sieht ein Antrag (Motion) vom vergangenen Herbst vor, der aktuell im Parlament diskutiert wird und offenbar auf großes Wohlwollen der Kantonsregierung stößt. Vier Abgeordnete aus drei verschiedenen Parteien (SVP, EVP/Mitte, Grüne) weisen darin dezidiert auf die Gefahren hin, die von Zäunen auf Wildtiere ausgehen. Gerade Weidezäune stellten eine hohe Gefahr dar, weil sich Wildtiere darin verfangen und nicht mehr befreien könnten, schreiben sie in ihrer Motion.
Wir finden den Vorstoß natürlich großartig, denn Wildes Bayern setzt sich ebenfalls schon lange mit der Kampagne „Todesfalle Zaun“ gegen alte und überflüssige Zäune in unserer Landschaft ein.
Die Motion ans Thurgauer Kantonsparlament können Sie hier ansehen
Tödlicher Zaun – aber Landratsamt und Forstbehörde wollen nichts tun
Herdenschutzzäune sind Todesfallen! UPDATE VIDEO
Zäune gegen Menschen verletzen auch Wildtiere
Hervorragendes Dossier zu Zäunen
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Wenn man schon eine Kampagne gegen Stacheldrahtzaun unterstützt, sollte man auch korrekterweise das richtige Bildmaterial verwenden. Auf Ihrem Bild handelt es sich weder um einen Weidezaun, Kulturzaun oder Stacheldrahtzaun, sondern um einen Maschendrahtzaun der an der Krone mit „Nato-Draht“ verstärkt ist.
Von dieser Art von Zäunen, – häufig an miltärischen Anlagen- geht mit Sicherheit die geringste Gefahr für unsere Wildtiere aus.
Das Problem sind die Zehntausende Kilometer von Wildzäunen, die nötig sind um den klimabedingten Waldumbau voranzubringen .Leider notwendig, weil angepasste Schalenwildbestände häufig durch die Blockade von gewissen Verbänden verhindert werden.
Wie immer haarscharf an Realität und Fakten vorbei: https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/1365-2664.70574.
Und wie uns inzwischen auch Professoren an der Forstfakultät in Weihenstephan bestätigen; nicht mal Beweidung durch Wasserbüffel verhindert den Wald.
Bitte welche Professoren ? Und wo bitte gibt es Beweidung mit Wasserbüffeln in Wäldern ? Nicht verwechseln mit Beweidungsprojekten wie z.B. des BN in Jettenbach.
Zur Vedeutlichung:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Homeport_Supreme_Court_gate_jeh.jpg