Blogpost
Montag, 26. Mai 2025

Scrollicon
UPDATE Zäune in Wald und Feld
26. Mai 2025, 14:25    Webmaster

UPDATE Zäune in Wald und Feld


Die Zeitschrift Wild und Hund hat das Thema der Zäune im Wald mal juristisch beleuchtet. Den Beitrag dürfen wir mit freundlicher Genehmigung von Wild und Hund hier veröffentlichen.

Hier findet Ihr den Beitrag von Dr. Ralf Glandien zu Zäunen

Hier gehts zu unserer Kampagne „Todesfalle Zaun“

 

Meldung vom 28. Juni 2024

Immer wieder erfahren wir leidvolle Geschichten von Rehen, Hasen, Igeln und anderen Wildtieren, die in achtlos stehen gelassenen Weidezäunen umkommen. Die unten stehende Meldung aus dem Jahr 2022 ist nur ein Beispiel dafür. Doch manchmal haben Anzeigen gegen die entsprechenden Zaunbesitzer doch Erfolg, und es werden Strafen verhängt, wie jetzt „agrarheute“ berichtet. Auch gehen erste Landkreise oder Städte, wie Gießen oder Weimar, aktiv gegen vergessene Zäune vor. In Weimar können Sichtungen von aufgestellten Weidezäunen ohne Viehherden darin unter veterinaeramt@stadtweimar.de gemeldet werden.

Zum Beitrag in Agrarheute.de kommt Ihr hier

 

Ursprüngliche Meldung vom 8. Juli 2022

Was für unsägliches Leid achtlos liegengelassene Zäune unter Wildtieren verursachen können, davon kann der Jagdpächter in Waischenfeld im Landkreis Bayreuth ein Lied singen. Wohl an die zehn verendete Rehe hat er nach eigener Aussage in den vergangenen Jahren schon aus den Schnüren von Weidezäunen geschnitten, mit denen ein Landwirt in seinem Revier große Flächen umzäunt, obwohl er sie gar nicht dauerhaft beweidet.

Hier gehts zu unserer Kampagne „Todesfalle Zaun“

Das Revier liegt mitten im schönen Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, in einer Landschaft also, wo Menschen gerne Urlaub machen und die Natur genießen. Deren Schutz, wie auch jener der Tiere, steht auch in der Naturparkverordnung.

Und doch: Allein in diesem Frühjahr hat der Jagdpächter verstrickt in Zäune schon einen Bock und eine Geiß tot aufgefunden, die zudem noch ein pralles Gesäuge hatte. Irgendwo hat also ein Kitz, womöglich mit Geschwister, vergebens auf die Rückkehr seiner Mutter gewartet. Ob es verhungert und verdurstet ist oder dem Fuchs zum Opfer fiel, davon werden kaum Spuren in der pittoresken Landschaft der Fränkischen Schweiz zurückbleiben. Der Kadaver der Geiß hat es per Foto dank einem Redakteur der Frankenpost aber in den Blick der Öffentlichkeit geschafft.

Auch wir vom Wilden Bayern sind auf den Fall aufmerksam geworden und fordern dringend, diesem unnötigen und grausamen Sterben ein Ende zu machen. Wir haben beim Landratsamt Bayreuth Anzeige erstattet und hoffen, die Behörde schiebt den Schwarzen Peter nicht länger mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hin und her, wie es der Zeitungsartikel erscheinen lässt.

 

(c)Wildes Bayern e.V.

Wo Wildtiere gequält werden und sterben und eine Lösung so einfach wäre, muss auch gehandelt werden! Zäune ohne Funktion, auch wenn sie der landwirtschaftlichen Nutzung dienen und deshalb keiner Genehmigung bedürfen, gehören abgebaut und weggeräumt.

Hier gehts zum Beitrag in der Frankenpost …

 

 




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.






Weitere Beiträge zu diesem und verwandten Themen finden Sie hier:

Vom Umgang mit Notzeit und Fütterung

Hirsch äst am Silo – abgeknallt

„Rehfriedhof“ im Wald bei Anger UPDATE

24. Februar – ein Stündchen Webinar über den Hirsch

18. April Rotwildforum in Niedersachsen

Und wieder knallts in einer Eigenbewirtschaftung UPDATE

Eiskalte Tötung eines geretteten Rehs?

Hirsche im Kanton Aargau oder: Guter Wille zum Wildmanagement

KI deckt Verschwinden der Rehe in Nationalpark auf

UPDATE Jagdgesetz: Das Marode wird zementiert

Bogenparcours: Pfeil traf Rehkitz

Neue Wildtier-Studie: Ungeahnte Schlüsselakteure der Artenvielfalt!

Plastikmüll vom Acker wandert in Vogelnester

27. November: Fachtagung zu „Biber im Recht“

Notzeiten gibt´s nicht nur im Winter – Tagungsband erschienen

Bunte Akrobatik mit Abschusszahlen im Unterallgäu

Hirsche schützen heißt auch Wanderungen bewahren!

Rattengift killt Nahrungsketten – geht das nicht besser?

Rotwild-Forum Werra-Fulda fordert Jagdbeginn nicht vor 1. Mai

Höllische Tiertransporte – und die gemeinsame Agrarpolitik

Maul- und Klauenseuche: Gefahr scheint gebannt

„Das Edelwild“: Jubiläums-Ausgabe 4 erschienen

Tödlicher Zaun – aber Landratsamt und Forstbehörde wollen nichts tun

Petition zum Schutz der Berge

Filmtipp: „Ozean“ von David Attenborough

Herdenschutzzäune sind Todesfallen! UPDATE VIDEO

UPDATE: Warum die Jagd im April der falsche Weg ist

Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit – bitte Hunde anleinen und Katzen ins Haus!

Koalitionsvertrag: Die blinde Beschleunigungswut

Nach Starkregen: Rehe starben an Lungenentzündung






Aktuelle Informationen



Buchtipp: Die Wildnis in uns - und unser Band mit den Tieren Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie ein Buch aufschlagen und nach wenigen Zeilen Lesen ganz kribbelig werden, weil sie sich…

Freitag, 06. März 2026
Jetzt lesen
Jetzt unsere Insekten mit Blüten verwöhnen Wenn im März die ersten warmen Sonnenstrahlen die Erde aufwecken und Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge wieder zu sehen sind, ist…

Freitag, 06. März 2026
Jetzt lesen
Rotwild retten? – die Mehrheits-Politiker im Bundestag sagen Nein! Es ist längst kein Geheimnis mehr: Wir schauen in Deutschland dem Rotwild beim Aussterben zu. Zersiedelung und Zerschneidung der Lebensräume…

Donnerstag, 05. März 2026
Jetzt lesen

Mitglied werden