Ein aktueller Bericht in der Süddeutschen Zeitung treibt Naturfreunden Sorgenfalten auf die Stirn: Deutschlands einzige innerstädtische Population der stark gefährdeten Kreuzotter am Main-Donau-Kanal bei Nürnberg scheint bedroht – und die Behörden reagieren wie das Kaninchen vor der Schlange.
Die SZ bezieht sich auf örtliche Naturschützer, die kritisieren, dass das Schutzgebiet für die Kreuzottern verwahrlost, und dass man sowohl weniger Kreuzottern als auch weniger Eidechsen sieht, die sie als Nahrung brauchen. Die Zahl der Schlangen habe sich halbiert, die Zauneidechsen seien um rund 90 Prozent weniger geworden, und die Waldeidechsen seien komplett verschwunden, heißt es da.
Das Umweltamt Nürnberg schreibt auf seiner Internetseite zu der Kreuzotterpopulation: „Im Gebiet des Main-Donau-Kanals zwischen Schleuse Eibach und Sauerbruchstraße waren die Kreuzottern schon immer zu Hause. Durch eine von der Regierung von Mittelfranken beauftragten Untersuchung zum Kreuzottervorkommen sowie zu Maßnahmen zum Erhalt des Kreuzotterbestandes im fraglichen Bereich wurde ermittelt, dass sich der Kreuzotterbestand dort an der Untergrenze einer erhaltungsfähigen Population befindet. Die Befürchtungen aus der Bevölkerung, dass sich die Schlangen dort massenhaft vermehrt hätten, wurden nicht bestätigt.“
Dass sich die Population an der Untergrenze befindet, kann aber ja wohl auch niemanden beruhigen. Laut SZ verfügen die zuständigen Behörden über keine genauen Zahlen.
Den (kostenpflichtigen) SZ-Beitrag finden Sie hier
Zoos wollen mehr für heimischen Artenschutz tun
Kreuzottern – jetzt gut darauf achtgeben!
Erinnerung – 25. September Vortrag in Nürnberg: Hilfe für verletzte Wildtiere
Veranstaltungstipp: Vortrag Dr. Christine Miller 19. März in Nürnberg
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