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Mittwoch, 07. Dezember 2022

07. Dezember 2022, 14:01    Webmaster

Waldrappteam: „Nulltoleranz-Politik gegenüber Wildtierkriminalität“


Das Waldrappteam kümmert sich in einem außergewöhnlichen Projekt um die vom Aussterben bedrohten Waldrapp-Vögel. Aufgrund eines Falles von Wildtierkriminalität, der ein Waldrapp zum Opfer fiel, hat das Team die nachfolgende Pressemeldung veröffentlicht.

Waldrappteam Conservation and Research – Pressemeldung Wildtierkriminalität

„Am 25. Oktober 2022 veröffentlichte die Generalversammlung der Europäischen Föderation für Jagd und Naturschutz (FACE) ein Positionspapier zur Wildtierkriminalität (Download-Link). Darin wird, laut eigenen Aussagen, die seit langem bestehende Position einer „Nulltoleranz“ gegenüber Wildtierkriminalität bekräftigt.

Zu einem Positionspapier rund um den Kampf gegen die Wildtierkriminalität kommt Ihr über diesen Link… 

Die Organisation wurde 1977 gegründet und vertritt als internationale gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (INGO) die Interessen von 7 Millionen Jägern in Europa. Nach eigener Definition ist FACE der weltweit größte demokratische Interessenverband für Jäger.ier darauf, dass das breite und langjährige Engagement gegen die illegale Vogeljagd in Italien im Rahmen unserer europäischen LIFE-Projekte (www.waldrapp.eu) nun auch von Jagdverbänden auf europäischer Ebene wahrgenommen und anerkannt wird.

Johannes Fritz, Leiter der Firma Waldrappteam Conservation and Research, sagt: „Wir begrüßen, dass FACE eine Nulltoleranz gegenüber Wildtierkriminalität erneuert und bekräftigt. Allerdings fehlen in dem Papier konkrete und konsequente Maßnahmen, um die massive Beeinträchtigung der Biodiversität durch Wildtierkriminalität wirksam zu bekämpfen.“

Wie notwendig konkrete Maßnahmen sind, zeigt sich deutlich am Beispiel des Waldrapps. Auch nach jahrelanger Kommunikation und Zusammenarbeit mit den italienischen Jagdverbänden sind rund ein Drittel der Verluste in Italien noch immer auf illegale Jagd zurückzuführen. Und leider hat das Thema bereits wieder traurige Aktualität erlangt: Zwei junge Ibisse aus dem Brutgebiet Kuchl in Salzburg wurden am 24. November auf dem Weg ins Wintergebiet bei Villafranca südwestlich von Verona abgeschossen.

 

Die beiden Abschüsse ereigneten sich mitten in einer Region, die seit langem als problematisch bekannt ist und im italienischen Aktionsplan gegen die illegale Vogeljagd (Prealpi lombardo-venete) als solche ausgewiesen ist.

Johannes Fritz erklärt: „Die Nulltoleranz-Strategie gegen Wildtierkriminalität könnte in solchen ausgewiesenen Regionen schon seit Jahren effektiv und effizient umgesetzt werden. Der rechtliche Rahmen dafür ist vorhanden. Tatsächlich hat sich die Situation aber bisher kaum verbessert, wie auch die jüngsten Abschüsse zeigen.“

Wir hoffen, dass das jüngste FACE-Positionspapier eine Grundlage für die Jägerschaft darstellt, um konkrete und konsequente Präventionsmaßnahmen gegen Wildtierkriminalität zu ergreifen. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterhin eine „Nulltoleranz“ umsetzen und den Waldrapp als Flaggschiffart nutzen, um die Bedrohung der Biodiversität durch die illegale Vogeljagd aufzuzeigen. Die Situation der Ibisse und vieler anderer betroffener Vogelarten muss endlich mit vereinten Kräften verbessert werden. Zugvögel brauchen sichere Flugrouten!

Quelle: Waldrappteam Conservation and Research

 

Weitere Lesetipps über das Waldrappteam aus unserer Redaktion

 

 

Bildquelle: (c)Waldrappteam Conservation and Research - Junger Waldrapp im Flug, (c)Waldrappteam Conservation and Research - Waldrappe während der Herbstmigration, (c)Waldrappteam Conservation and Research - Waldrappe sind akut vom Aussterben bedroht und sollen im Rahmen des europäischen LIFE Projektes wieder Teil der Europäischen Fauna werden 1024x645, (c)Waldrappteam Conservation and Research - Waldrappe während der Herbstmigration 1024x678




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