Und wieder blitzt auf, was im Dunkel der Nacht mit unseren Wildtieren gemacht wird… Die Polizei in Schongau hat spät in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar bei einer Streifenfahrt im Bereich Wildsteig ein Fahrzeug am Straßenrand entdeckt und untersucht. Darin waren zwei Waffenkoffer und ein erlegtes Reh ohne Haupt und Läufe erkennbar.
Nachdem einer der Polizeibeamten glücklicherweise jagdlich sachverständig war, warteten die Beamten auf die Schützen und kontrollierten diese sowie den Fahrzeuginhalt weiter. Das Reh entpuppte sich als Geiß – ob diese allerdings führend gewesen war, konnte man im Nachhinein scheinbar nicht mehr feststellen. Es lag auf den ersten Blick offenbar kein Schonzeitvergehen vor, und die Jäger waren auch jagdberechtigt im dortigen Revier des Forstbetriebs Oberammergau der BaySf.
An den Waffen waren allerdings Adapterringe für Nachtsicht-Vorsatzgeräte angebracht, welche sich auch im Auto befanden. Rehe, Hirsche und Gams dürfen – außer mit Ausnahmegenehmigungen – nur bis anderthalb Stunden nach Sonnenuntergang geschossen werden. Der Aussage des vermeintlichen Schützen, dass er das Reh gegen 17 Uhr erlegt hätte, stand entgegen, dass der Wildkörper mitten in der Nacht noch warm, das Blut noch flüssig und die Gliedmaßen nicht steif waren. Die Polizei ermittelt deshalb wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Nachtjagdverbot gegen den Schützen.
Unter anderem berichtete die Jagdzeitschrift PIRSCH gestern über das Thema, nachzulesen hier
Bildquelle: SYMBOLBILD Jacqueline Macou/Pixabay.de
Vom Umgang mit Notzeit und Fütterung
„Volles Rohr“ aufs Muffelwild in Thüringen
BaySf-Gewinnmeldung: Kasse statt Klasse
Wundersame Reviervermehrung im Forstbetrieb Berchtesgaden UPDATE
Vorbildlich: Schweiz verbietet Nachtjagd im Wald
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Ich befürchte das dies kein Einzelfall ist, denn man kennt ja die Einstellung der (meisten) Förster zum Rehwild. Bleibt zu hoffen, dass nicht nur ermittelt wird, sondern auch etwas dabei herauskommt und ich persönlich wünsche mir harte Strafen für jeden, der so jagt.
Das hat nichts mit Jagd zu tun, sondern es ist ein reines Wildvernichten. Diesen Leuten sollte man den Jagdschein entziehen.