Am 24. November hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber in Nürnberg den Bayerischen Tierschutzpreis verliehen. Zum 25-jährigen Jubiläum dieses Preises wurde unter anderem ein Gründungsmitglied des Wilden Bayern für sein Lebenswerk geehrt: Tessy Lödermann aus Garmisch-Partenkirchen. Wir gratulieren aber auch allen anderen Preisträgern, vor allem Ilona Wojahn, Präsidentin des Tierschutzbunds, Landesverband Bayern, und den sieben Kitzrettungsorganisationen aus allen Regierungsbezirken Bayerns, die für ihre Arbeit mit einem Sonderpreis bedacht wurden.

Bayer. Tierschutzpreis – Tessy Lödermann
Tessy Lödermann ist seit über 40 Jahren für den Tierschutz in Bayern aktiv. Die frühere Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen hat erfolgreich eine Gesetzesinitiative für die Aufnahme des Tierschutzes in die Bayerische Verfassung mit eingebracht. Aus Sicht des Wilden Bayern hat Tessy sich immer dadurch ausgezeichnet, dass der Tierschutz für sie unteilbar war und deshalb Wildtiere ebenso wie Haustiere ihre Hilfe bekommen. Schon vor Jahrzehnten setzte sie sich dafür über alle ideologischen Grenzen hinweg mit dem Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, der ebenfalls Landtagsabgeordneter (CSU) war, an einen Tisch.
Entsprechend leitet sie nicht nur seit über 20 Jahren das von ihr initiierte Tierheim (wo auch verwaiste Rehkitze oder Marder ein Obdach finden!), sondern rückt bei Bedarf auch zu Demonstrationen und Protesten in Wald und Flur aus. Natürlich hat ihr ehrenamtliches Engagement angesichts ihres offiziellen Amts als Stellvertretende Landrätin manchmal gewisse diplomatische Einschränkungen hinzunehmen, aber Tessy Lödermann hat ihr Herz für die Tiere nie verleugnet und ist eine wichtige und langjährige Unterstützerin sowie enge Verbündete des Wilden Bayern. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank dafür!

Bayerischer Tierschutzpreis – Ilona Wojahn
Auch Ilona Wojahn, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbunds, Landesverband Bayern, erhielt den Tierschutzpreis für ihr Lebenswerk. Sie gründete 2007 zusammen mit ihrem Mann die Anja-Wojahn-Stiftung im Gedenken an ihre Tochter, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war, wie sie bei der Ehrung berichtete. Aus dieser Stiftung heraus wurde im Landkreis Dingolfing-Landau das Tierheim Quellenhof Passbrunn errichtet, das Ilona Wojahn leitet. Wie sie in ihrer Dankesrede sehr deutlich machte, geht es der Niederbayerin besonders darum, das Leid von Katzen zu verringern. Bei dieser Aufgabe stellen wir uns gerne an ihre Seite!
Dritte Preisträgerin war Dr. Margit Zeitler-Feicht, die seit Jahrzehnten vor allem zum artgerechten Verhalten von Pferden forscht und unterrichtet.

Bayerischer Tierschutzpreis – Kitzrettungsorganisationen
Der Sonderpreis des Staatsministers mit je 1.000 Euro Preisgeld ging an sieben Rehkitzrettungsorganisationen aus allen bayerischen Regierungsbezirken:
Die Jury für den Tierschutzpreis setzt sich aus Vertretern des Umweltministeriums, Tierschutzorganisationen, Tierärzteschaft, Wissenschaft und Landwirtschaft zusammen.
Die Berichterstattung des Umweltministeriums zum Tierschutzpreis finden Sie hier
Bildquelle: Vivienne Klimke
„Wir retten Rehkitze“ hat den Tierschutzpreis!
Erste Runde Wildes Bayern-Kitzrettung geschafft?
UPDATE Kitzrettung: Erleichterung für Drohnenflug
Nottötung von Kitzen: Das ist zu tun
Richtigstellung zu „Bestandsdrohnen“ für die Kitzrettung
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Liebe Tessy,
herzliche Gratulation zu dieser Ehrung, Du hast sie wirklich verdient!
Besonders natürlich für Dein Engagement für vernachlässigte, verstossene und verletzte Tiere, die Du mit Deinen Mithelfern im Tierheim pflegst. Ich habe das selbst bei Dir erlebt.
Aber noch heute höre ich auch Deine eindringlichen Worte im Jahr 2013, gerichtet an den damaligen Forstminister Helmut Brunner, als wir gemeinsam über 20.000 Unterschriften für ordentliche Jagdmethoden und Lebensraum für das frei lebende Wild im Bayerischen Landtag übergaben.
Es wurde still im Raum und man merkte, der Minister war tief berührt. Er hörte plötzlich ganz andere Worte! Er merkte, es gibt viele Seiten, von denen aus man Jagd, Wild, Wald und Waldwirtschaft betrachten und bewerten kann, ja sogar muss!
Entscheidend ist das Miteinander, das Finden von gemeinsamen Ansätzen, um den Wald, das Wild und den Menschen zu verbinden und gangbare Wege für sie alle zu finden.
Und er sprach damals den entscheidenden Satz und das mit Überzeugungskraft!
„Nicht was verbissen ist, sondern das was durchkommt, ist entscheidend!“
Schön, dass es engagierte Menschen wie Dich gibt – mein Vergelt’s Gott!
Und auch meine Gratulation an die anderen engagierten Preisträger, die ebenso mit Herzblut und Engagement für die Tiere arbeiten!
Und eines möchte ich unbedingt erwähnen!
Das Miteinander von Tierfreunden und waidgerechter Jägerschaft ist ein Muss! Denn es dient allen, vor allem der Tierwelt!
Auch hier hast Du eine wichtige Vorreiterrolle gespielt, liebe Tessy!
Weiter so und noch einmal mein besonderer Dank und meine Gratulation!
Ludwig Fegg
Wie bitte? Tessy Lödermann, also eine, die für illegale Wolfstötungen Verständnis hat und die die tierquälerische Anbindehaltung von Rindern für gut befindet, hat den Bayerischen Tierschutzpreis bekommen? Ja, gehts noch! In den Teilnahmebedingungen steht zudem, dass „bereits mit dem Bayerischen Tierschutzpreis ausgezeichnete Personen oder Institutionen diesen nicht erneut erhalten können“. Frau Lödermann hat den Preis aber schon einmal bekommen und zwar in 2018. Somit hätte sie ihn nicht nochmal bekommen dürfen. Also mal wieder Lobbyfilz vom Feinsten in Bayern? Ob Frau Lödermann den mit 4000 Euro dotierten Preis von Politik und Bauern aus großer Dankbarkeit ein zweites Mal quasi als Judaslohn dafür bekam, dass sie den Tierschutz verraten hat und stattdessen Seite an Seite geeint mit Politik und Bauern gegen Wolf und Bär hetzt und die Anbindehaltung befürwortet? Solange wir solche „Tierschützer“ wie Frau Lödermann haben, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Rinder weiterhin in Anbindehaltung leiden müssen und Wolf und Bär auch künftig illegal getötet werden. Fragwürdig auch, dass sich unter den Wildkitzrettern, die ausgezeichnet wurden, auch solche befinden, die Bauern, die Kitze vermähen, weil sie nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Wildschutzmaßnahmen vor der Mahd trafen, nicht anzeigen. Ist es möglich, dass der Preis bevorzugt solchen Menschen verliehen wird, die bauerngefällig agieren?