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Freitag, 21. März 2025

Scrollicon
Ein Maulwurf schaut oben aus einem Erdhaufen zwischen Gras und Gebüsch
21. März 2025, 06:37    office@wildes-bayern.de

Mein liebster Gärtner – der Maulwurf?!


Maulwurfshaufen im Garten sind doch einfach nur lästig, oder? Sie unterbrechen das schöne, gepflegte Bild, und wenn man den Rasen mähen will, sind sie störende Hindernisse. Besonders fies sind sie im Winter, wenn die normalerweise lockere Erde fest gefriert und die Haufen, die man gewöhnlich mit dem Fuß einfach beiseite schieben kann, plötzlich als steinharte Erhebungen im Weg stehen. Kein Wunder, dass, wenn man „Maulwurf“ ins Internet eingibt, nur „Lösungen“, Tipps zum Vertreiben oder Bekämpfungsmethoden ausgespuckt werden. Selbst die Seite „Maulwurfhilfe“ ist keine Hilfsorganisation FÜR Maulwürfe, sondern für maulwurfsgeplagte Gartenbesitzer!

Aber wie so häufig, ist das Lästige nur die eine Seite der Medaille, die halt leider oben liegt. Die andere ist nämlich aus Gold! Maulwürfe durchlockern unsere meist verdichteten Böden und schaffen so auch natürliche Drainagerohre, auf denen Regenwasser in tiefere Schichten gelangt. Die frische, feine Erde servieren sie uns an der Oberfläche quasi zur freien Verwendung – für jeden Gärtner und für die Ökologie ein Geschenk!

Allerdings sollte man die Hügel nicht gleich abtragen, sonst entstehen blitzartig neue. Denn die lockere Erde über dem Loch dient auch der Belüftung oder eher Luftreinigung der unterirdischen Höhlen und Gänge. Wer es irgendwie schafft, sollte die Hügel also so lange wie möglich stehen lassen. Was man allerdings tun kann: Sie frisch einsäen bzw. als Ausgangspunkt für das Einbringen von besonderen Arten nutzen! Dazu haben wir Euch unten einen schönen Blogbeitrag aus dem „Faltergarten“ verlinkt.

Ansonsten kann man sie natürlich auch einfach ein wenig verteilen und sich daran freuen, dass Spatzen oder Schmetterlinge offene Erdstellen in unseren Gärten gerne annehmen. Für manche Arten sind sie sogar überlebenswichtig, zum Beispiel für bodenbrütende Wildbienenarten wie die Hosenbiene.

Den vollständigen Blogbeitrag findet Ihr hier auf faltergarten.de

Und hier findet Ihr etwas über Wildbienen im Boden

Und hier schonmal zum Vormerken die Termine zum Melden für Maulwurfs- und Igelbeobachtungen auf naturgucker.de:

16. bis 26. Mai 2025 und 19. bis 29. September 2025.

 

Bildquelle: Siebeckdotcom/Pixabay.de




Carmen Mayer schrieb:


Ich beobachte speziell im Frühjahr beim Spazieren gehen immer wieder Bauern auf den Wiesen und auf Feldern wie diese mit einer Art Maschine / Benzinmotor und eines Schlauchsystem in die Maulwurfslöcher gesteckt wird und somit Abgase in den Boden geleitet werden. Was ist das? Vergasen? Ich habe einmal gefragt und wurde sehr unfreundlich der Wiese verwiesen, ohne eine Antwort zu erhalten, was er da macht und wozu?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt ist, zumal man doch alles was sich im Boden an Lebewesen befindet tötet und mit Sicherheit nicht weiß, wie sich die Abgase mit dem Gras oder Gemüse verbindet?
Darf man so ein Tun zur Anzeige bringen? Ich freue mich auf eine Antwort und ggf. guten Rat, wie man sich verhalten soll.

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