Das Juliusspital in Würzburg ist eine jahrhundertealte Einrichtung, die sich vor allem für alte, kranke und bedürftige Menschen einsetzt. Auf der Homepage findet man deshalb salbungsvolle Wörter wie „mildtätig“, „gemeinnützig“ oder „humanitär“. Der Ursprung liegt im christlichen Glauben, verkörpert durch den Stifter Julius Echter von Mespelbrunn.
Dass echtes Christentum aber nicht nur den Menschen, sondern die ganze Schöpfung wohlwollend umfasst, ist über die lange Geschichte offenbar in Vergessenheit geraten. Denn in den Forsten des Juliusspitals – einem der wirtschaftlichen Standbeine der Stiftung – feiert die Tierquälerei fröhliche Urständ. So wohl auch heute und morgen wieder, denn trotz 30 Zentimetern Neuschnee, einer verharschten Schneedecke und zweistelliger Minusgrade finden hier Drückjagden statt.

Das Video verdeutlicht die Schneehöhe im Spessart
Nachdem schon seit Jahren immer wieder von jagdlichen Verfehlungen berichtet wird, haben die Behörden ein kritisches Auge auf das Treiben der Jagd- und Forstverantwortlichen im Juliusspital geworfen. Selbst auf Bitten der Jagdbehörde, die aktuellen Drückjagden zu unterlassen, gab sich der Leiter des Forstbetriebs reserviert. Ihm würde ein Blick ins Jagdgesetz nicht schaden und mal über die Bedeutung des Art. 30 BayJG nachdenken.
Und so laufen jetzt wohl bereits die Drückjagden im EJR Juliusspital Gräfendorf und morgen (13.1.) im Juliusspital-Revier Rothenberg.

Wildkamera-Aufnahme von Frischlingen
Wie auf Wildkamerabildern aus der Region erkennbar, sind in diesen Bereichen bereits die ersten Frischlinge zur Welt gekommen. Das wird wohl ein kurzes Leben mit blutigem Ende, nachdem gerade bei diesen Jagden immer wieder Meuten von sogenannten Plotthounds eingesetzt werden, also hochläufige amerikanische Meutehunde, die für die Jagd auf Bären, Pumas und Waschbären gezüchtet wurden.
Diese Hundetrupps hetzen durchaus kleineres Wild wie Rehkitze oder Frischlinge und Überläufer und verbeißen sich in ihre Beute, bis vielleicht ein sogenannter Hundeführer kommt und das gequälte Tier absticht. Statt kirchlicher Liebe und Achtung zur Schöpfung setzt man beim Juliusspital aus unserer Sicht eher auf spätrömische Tierkämpfe.

Symbolbild: Plotthound. Ziggy Lundamo/Wikipedia
Unsere Pressemitteilung zu dem Vorgang vom 14. Januar 2026 finden Sie hier
Bildquelle: privat, Ivan Zivkovic/IStock
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Lüge bleibt Lüge und ist nicht Wahrheit. Die Bilder sind auch nur Beispielbilder. Vor Ort war es anders!
Und das Wild (die Population!) wird es danken, weil im Juliusspital für den Lebensraum gejagt wird und nicht für die Knochen an der Wand.
Wildes Bayern dürfte hier wohl kaum Lügen verbreiten. Für Lebensraum die Waidgerechtigkeit und Tierschutz aushebeln?
Nun also dass im Juliusspial für den Lebendraum des Wildes gejagt wird, bezweifle ich. Hier will man noch schnell vor Ende der Schonzeit möglichst viel Wild erlegen, und erzählt der Bevölkerung, dass das nötig ist für einen klimastabilen Wald. Fakt ist aber, dass es wie immer nur ums Geld geht. Klimastabil ist der Wald auch wenn ein paar Bäume mit Verbiss ein bisschen langsamer wachsen.
Ich bin froh, dass es Menschen wie Christine Miller git, die unerschrocken Unrecht (auch Grauzonen) aufdecken und für die Natur und die Wildtiere kämpfen.
Warum das Wild dankbar sein soll, wenn es im Januar bei Harschschnee mit Hundeeinsatz gejagt wird, kann ich, selbst wenn ich mein Denken auf niedrigstes Niveau runterfahre, nicht nachvollziehen. Auch die Aussage „jagen für Knochen an der Wand“ ist einfach nur noch geistiger Tiefflug. Drückjagden zu dieser Zeit und unter diesen Bedingungen sind einfach tierschutzwidrig und zeigt eine unglaubliche Empathielosigkeit der Jagdleitung des Juliusspitals dem Wild gegenüber. Ich zitiere einen jungen Forstbeamten „ wer das Reh liebt, schießt es tot“! Das ist krank – allen Teilnehmer sage ich nur -schämt euch !