Ein warmer, sonniger Samstag steht uns in Bayern bevor, und viele von uns werden ihn sicher nutzen, um draußen im Garten aufzuräumen und die neue Saison vorzubereiten. Eigentlich ist es aber noch zu früh – was uns die diversen Kälteeinbrüche der letzten Zeit eindringlich vor Augen geführt haben. Und auch diesmal soll auf die über 20 Grad ein Absturz in den einstelligen Bereich drohen. Während wir Menschen uns dann aus dem Garten schnell wieder in unsere beheizten Wohnungen zurückziehen können, hinterlassen wir manche Tiere draußen, deren Schlupfwinkel wir schon aufgeräumt haben, obdachlos.
Meldung vom 11. März 2025
Bei dem herrlichen Wetter am vergangenen Wochenende haben wohl sehr viele angefangen, ihre Gärten aufzuräumen und fit für die nächste Saison zu machen. Natürlich macht man dabei auch einige Strukturen kaputt, die irgendwelchen Tieren vielleicht Unterschlupf oder eine Nahrungsbasis geboten haben. Aber kann man eigentlich auch gärtnern und hinterher mehr Lebensräume hinterlassen als vorher?
Hier ein paar meiner eigenen Erfahrungen dazu:
1.) Am wichtigsten ist uns wohl allen, das liegengebliebene Laub vom vergangenen Herbst wegzuräumen. Bei uns waren es große Mengen, die vor dem Winter unter den Büschen, am Rand der „Rasenfläche“, in einer ziemlich dicken Schicht liegen geblieben sind. Die habe ich jetzt mit dem Rechen abgetragen – und dabei festgestellt, wie gut die winterliche „Laubmaske“ dem Boden offenbar getan hat. Er war locker, super durchfeuchtet und schön mit Würmern besiedelt. Ich habe mir vorgenommen, die Ausnahme zur Regel zu machen und das Laub immer in einer satten Schicht bis ins Frühjahr liegen zu lassen. Vögel und Igel werden es mir danken!
2.) Die lockeren, feuchten Bodenstellen habe ich gleich mit einer Blühmischung eingesät. Weil es ja doch noch früh im Jahr ist und die Nächte noch kalt, habe ich diese Flächen dann aber erstmal wieder mit Laub und Tannenzweigen abgedeckt. Das schützt und hält die Feuchtigkeit noch ein bisschen. Mal schauen, ob die Samen trotz der verfrühten Saat aufgehen.
3.) Von den Ästen vom Heckenschnitt habe ich mir kleinere zusammengerecht und immer wieder Asthaufen, vermischt mit Laub und Moos, unter den Hecken angelegt. Auch hier, hoffe ich, siedeln sich Insekten und vielleicht auch Kleinsäuger an, und bilden dann eine Nahrungsquelle für Vögel und Igel.
4.) An anderen geeigneten Stellen in der Nähe dieser Asthaufen habe ich unter den Büschen mithilfe von morschen Stämmen, Rindenstücken, Laub und Moos kleine Unterschlupfe für die Igel eingebaut. Wichtig ist, dass sie noch ein bisschen mit Laub kaschiert werden, bevor sie dann in Kürze sicher von der Vegetation verschluckt werden.
5.) Und eine besonders schöne Entdeckung habe ich auch noch gemacht: Die Äpfel, die ich nach kalten Nächten für Amseln, Stare und andere Vögel auf den Rasen geworfen habe, finden reißenden Absatz. Es sind aber nicht nur die Vögel, die sich dran gütlich tun: Ab Mittag tummeln sich hier auch zahlreiche Mücken und verschiedene Bienen! Den früh aktiven Insekten, die momentan draußen kaum etwas an Nektar finden, können die zuckerhaltigen Früchte das Überleben leichter machen.
Bildquelle: Vivienne Klimke
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