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Dienstag, 20. Mai 2025

Scrollicon
Foto eines von der Hitze ausgedörrten und in Schollen aufgerissenen Ackerbodens, am Horizont Bäume
20. Mai 2025, 19:22    office@wildes-bayern.de

Nimmt der Klimawandel uns in die Zange? UPDATE


Die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege hat in Augsburg eine spannende und inhaltsreiche Tagung zum Thema Flut und Dürre gehalten. Zahlreiche Experten berichteten aus ihren Fachbereichen, wie sich größere Hitze, verringerter Regen und insgesamt stärkere Schwankungen zwischen Dürre und Starkregen auf unsere Lebensräume auswirken.

Ein wichtiger Aspekt war auch, wie sich Landschaftsstrukturen auswirken, also wie anfällig sie für Dürren sind oder wie sie womöglich nach Starkregen Überflutungen begünstigen oder verhindern. Wir erinnern zu diesem Thema an unsere Berichte aus dem Reinhardswald in Hessen, wo die Abholzungen für den Windradbau den Wald so zerschnitten haben, dass er bei einem Starkregen nicht mehr als Puffer, sondern als Quelle für Sturzbäche gewirkt hat.

Ein Bericht in ANLiegen Natur gibt einen sehr guten Überblick über die Beiträge der einzelnen Fachreferenten. Die Veranstaltung zeigte mal wieder: Das Thema „Klimawandel“ ist kein Block sondern gliedert sich in unendlich viele Einzelphänomene auf, die wir nicht auf dem Schirm haben, die aber eigentlich alle untersucht und behoben werden müssen.

Den sehr lesenswerten Beitrag findet Ihr hier

 

Meldung vom 26. September 2023

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung haben untersucht, wie sich die Hitzeextreme der letzten Jahren im Boden widerspiegeln. Sie sind zu erschreckenden Erkenntnissen gekommen, die bislang vielleicht zu wenig Aufmerksamkeit gefunden haben: Die Intensität und auch die Häufigkeit der Hitzeextreme im Boden nimmt deutlich schneller zu als in der Luft. Konkret steigt die Intensität der Hitzeextreme im Boden um 0,7 Grad Celsius/Jahrzehnt schneller als in der Luft. Und: „Gibt es zum Beispiel monatlich 10 Prozent heiße Tage im Boden und in der Luft, wird es ein Jahrzehnt später 15 Prozent heiße Tage in der Luft und 20 Prozent heiße Tage im Boden haben“, sagt die Hauptautorin der Studie.

Die Gründe dafür liegen in einem komplexen Zusammenspiel, in dem die Feuchtigkeit eine wesentliche Rolle spielt.

Die massive Erhitzung des Bodens hat Folgen. Ist die Temperatur im Boden höher als in der Luft, wird zusätzliche Wärme an die untere Atmosphäre abgegeben – und das lässt die Temperaturen in der Atmosphäre nochmal mehr ansteigen. Diese Form der Rückkopplung verstärkt also in manchen Regionen die Hitzeextreme zusätzlich. Die Forscher fordern deshalb, angesichts der neuen Erkenntnisse die Klimaprognosen neu zu berechnen.

 

 

 

Bildquelle: Boden Foto: André Künzelmann/UFZ




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