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Donnerstag, 11. Dezember 2025

Scrollicon
Foto einer Bergflanke, die oben kahl, nach unten hin dann immer mehr begrünt ist bis hin zu Latschen und Fichten
11. Dezember 2025, 06:14    office@wildes-bayern.de

Zum internationalen Tag der Berge – bitte unterstützen Sie Bayerns wilde Lebensräume!


Jetzt kurz vor Weihnachten ist irgendwie ein guter Zeitpunkt, um mal kurz innezuhalten und uns anlässlich des internationalen Gedenktags der UN über unsere BERGE Gedanken zu machen. Denn in dieser eigentlich so wunderschönen Landschaft kristallisieren sich unglaublich vielfältige Probleme, an denen auch Wildes Bayern etwas zu ändern versucht.

Der Lebenraum Berge ist bedroht

Die Berge, zum Beispiel die bayerischen Alpen, sind ein einzigartiger Lebensraum. Tierarten wie Steinadler und Gams, Murmel und Bergpieper, Schneehase, Mauerläufer, Alpensalamander und andere sind in faszinierender Weise daran angepasst und können zum Teil nur hier leben.

Das bedeutet aber auch, dass alle Faktoren, die ihnen den Lebensraum einengen oder nehmen, prinzipiell existenzbedrohlich werden können, weil sie nicht ausweichen können: Klimawandel, menschlicher Freizeitdruck, Skilifte, Energie-Infrastrukturen und natürlich auch die Jagd, wenn sie die ganz besonderen Gegebenheiten der Bergwelt nicht berücksichtigt. In einer extremen Umwelt wie den Alpen ist das Energie-Kleid der Arten auf Kante genäht! Jede zusätzlich verbrauchte und nicht aufgenommene Kalorie kann das Leben kosten.

Wir kämpfen für die Schonzeiten und gegen Störungen

Wildes Bayern setzt sich an fast allen diesen Fronten ein: Zuvorderst kämpfen wir immer wieder dagegen an, dass dem Bergwild Gams die elementar wichtige Schonzeit im Winter und Frühjahr genommen wird – ob in Deutschland oder in Österreich. Unser großer Erfolg, das Beseitigen der Schonzeitaufhebungsverordnung der Regierung von Oberbayern vor dem Bundesverwaltungsgericht 2024, hat sich leider nicht als das „Ende der Fahnenstange“ erwiesen – der Forst kämpft jetzt um jede einzelne Fläche, und folglich führen auch wir den Kampf um eine artgerechte Behandlung einer Wildtierart von internationalem Interesse, die in Deutschland fast nur in den Alpen existiert, fort. Und leider verfahren auch in Österreich die Behörden nach dem Motto: Lieber tricksen, statt Irrwege erkennen. Auch hier sind wir weiter gefordert, auf die Einhaltung des Natur- und Artenschutzrechtes – die oft den alten Regeln der Weidgerechtigkeit folgen – zu pochen.

Wir setzen uns dafür ein, dass in den Bergwäldern, insbesondere in Vogelschutzgebieten, zur Brutzeit der Raufußhühner wie auch des Steinadlers keine Holzfällungen, Steigbaumaßnahmen, Pflanzungen oder eben Jagden durchgeführt werden.

Wir fordern da, wo Skilifte ausgebaut oder Wasserkraft aus den Flüssen gewonnen werden soll, Umweltprüfungen ein, die vorab ermessen lassen, wie gravierend sich der Eingriff auf die heimische Tierwelt und Natur auswirken wird. In Vorarlberg haben wir da gerade erst einen juristischen Erfolg errungen, der sich sehen lassen kann: Die zuständige Bezirkshauptmannschaft für die Kanzelwandbahn wollte uns mit unserer Anfrage nach Umweltinformationen einfach abperlen lassen – musste sich jetzt aber gerichtlich sagen lassen, dass das nicht geht. Die Informationen stehen uns und anderen Umweltverbänden zu!

Und wir kämpfen überall da gegen Abschusspläne an, wo das Bergwild mit einem Tunnelblick auf die – oft noch so exotische – Waldverjüngung in seinem Recht auf artgerechtes Leben beschnitten und dessen beraubt wird.

Unser Wunsch: Würde und Ruhe für unser Bergwild

Für uns vom Wilden Bayern sind die Berge längst keine paradisische Landschaft mehr, sondern leider viel zu oft ein Ort menschlicher Übergriffe auf die Natur und tierischen Leidens. Wo andere ihren Urlaub verbringen wollen, kennen wir fast immer schon eine Geschichte, bei der uns eher das kalte Grausen überkommt, sei es die Kürnach, das Oberallgäu, Garmisch-Partenkirchen, das Höllengebirge oder Pfunds in Tirol, die Tegernsee-Region oder gar der Nationalpark Berchtesgaden.

Zum Tag der Berge wäre unser größter Wunsch, speziell den Alpen und ihren tierischen Bewohnern wieder ihre Würde und Ruhe zurückzugeben. Für dieses Ziel werden wir vom Wilden Bayern auch 2026 alles geben. Bitte unterstützen Sie unseren unermüdlichen, aufwändigen und häufig kostspieligen Einsatz für unsere Bergheimat und alle ihre wilden Bewohner mit einer Spende!  

WILDES BAYERN e.V.  *  IBAN DE31 7115 2570 0012 2325 83  *  BIC: BYLADEM1MIB  *  KREISSPARKASSE MIESBACH-TEGERNSEE

Die Natur und wir als Team Wildes Bayern danken es Ihnen von Herzen.

 

Bildquelle: Wildes Bayern

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