In seinem warmen Winternest ist jetzt auch dem Igel zu eng geworden, wo er sich im November zurück gezogen hatte. Sobald die Nacht hereinbricht, macht er sich nun auf den Weg um die nächste Umgebung nach Nahrung zu durchstöbern.
Engerlinge, Raupen, Ohrwürmer, Asseln, Tausendfüßler, Käfer und Regenwürmer liefern ihm Energie und Eiweiß, um seine Reserven wieder aufzufüllen. Stößt er bei seinen Streifzügen auf Vogeleier in einem Bodennest, Aas oder ein Schälchen mit Katzenfutter verschmäht er natürlich auch diese Schmankerl nicht.
Geleitet wird er dabei in erster Linie von seiner leistungsstarken Nase. Er schnuppert nicht nur an der eingeatmeten Luft. Er kann auch wie manche Schlangen Duftstoffe mit der Zunge aufnehmen und in einem speziellen Sinnesorgan, dem Jacob´schen Organ, am Gaumen prüfen.
Unterstützt wird der Igel beim Pirschen auch von seinem feinen Gehör, mit dem er sogar Ultraschalltöne wahrnehmen kann. Die entfernte Verwandtschaft mit Fledermäusen lässt sich nicht leugnen.
Kommen sich zwei Igel bei ihren Streifzügen zu nahe, halten sie sich gegenseitig mit lautem Zischen und Fauchen auf Abstand – außer im April. Dann sind auch die eigenbrödlerischen Igel auf Freiersfüßen unterwegs. Ein Igelmann sucht jetzt schon mal auf einer Fläche von 100 Hektaren nach einer passenden Partnerin.
In einer Nacht kann so ein entschlossener Igelmann auch sämtliche Rekorde brechen: 6 Kilometer in einer Nacht wurde bereits gemessen. Wer nicht ausgewiesener Igel-Spezialist ist, kann die beiden Geschlechter nicht auseinanderhalten. Bevor sich ein Paar auf den leidenschaftlichen und lautstarken Fortpflanzungsakt einlässt, geht eine stürmische Treibephase, das so genannte „Igel-Karussell“ voraus.
Stundenlang umkreist der Igel-Romeo seine Auserwählte. Das laute, stürmische Schnaufen, Fauchen und Zischen hat vielleicht schon mancher Jäger am abendlichen Ansitz gehört ohne zu ahnen, was da vor sich geht. Ist das Weibchen endlich paarungsbereit, weicht die Leidenschaft der Vorsicht. Immerhin trägt ein ausgewachsener Igel etwa 6000-7000 Stacheln, die übrigens bei Verlust nachwachsen. Das Weibchen legt die Stacheln eng an den Körper und drückt den Bauch auf den Boden, damit sich das Männchen bei der Kopulation nicht verletzt. Ohne eine Kooperation durch das Weibchen ist die Paarung unmöglich.
Nach einer Tragzeit von etwa 35 Tagen werden 2 bis 7 Junge, jeweils nicht schwerer als ein Standardbrief – geboren. Deren rund 100 weiße Erstlingsstacheln liegen noch sicher in der aufgequollenen Babyhaut eingebettet. Erst nach der Geburt richten sie sich auf und nach einigen Tagen von dunklen Jugendstacheln ersetzt.
Meist wirft eine Igelin nur einmal im Jahr. Durch die lange Paarungszeit, die sich bis in den August hinziehen kann, werden Jungigel von Mai bis Anfang Oktober geboren. Doch die späten Würfe schwächen nicht nur die Mutter kurz vor dem Winterschlaf. Auch die späten Jungen haben schlechtere Chancen den Winter zu überstehen.
Diese Infos und viele weitere findet Ihr auf der Internetseite des Igelzentrums in Zürich in der Schweiz, und zwar hier
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Vielen Dank für die schönen Erläuterungen! Es wäre wunderbar, wenn jeder, der Igel in seinem Garten begrüßen kann, auch etwas Hunde- oder Katzennassfutter, gemischt mit 1 TL Weizenkleie und etwas Leinöl anbieten würde.
Die Hauptnahrung von großen Laufkäfern beträgt ca 70%. Bei einem Insektenschwund von 70-80% wissen wir, was das bedeutet.
Herzlichen Dank von Mecki 🐾