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Mittwoch, 03. Juni 2026

Scrollicon
Eine Herde Bisons mit Kälbern stapft über eine Wiese auf die Kamera zu
03. Juni 2026, 13:45    office@wildes-bayern.de

Über die Rolle der großen Huftiere für Mensch und Ökosystem


Die Bisons sind nicht nur ein natürliches Erbe der amerikanischen Prärien, sondern auch ein kulturelles. Das beleuchtet sehr schön ein Artikel in der englischsprachigen Online-Veröffentlichung „Conservation Frontlines“. Der Blick in die Geschichte macht klar, dass die Bisons das Schlüsselelement der frühen menschlichen Kulturen waren. Von ihrem Fleisch ernährten sich die Ureinwohner, und das bedeutete, dass sie die Bisons wertschätzten, ihnen folgten, sie „erforschten“ und in gewisser Weise zu ihren „Kulturfolgern“ wurden.

Für die Indianerstämme der Lakota, Cheyenne, Blackfoot, Kiowa, Comanche, Arapaho und Crow gelten die Bisons als Ursprung ihrer Lebensweise. Die Jäger folgten den Tieren auf ihren Zugrouten durchs Land – und begründeten damit unter anderem die Routen, auf denen später die Siedler zogen.

Aus den erbeuteten Tieren gewannen sie nicht nur Lebensmittel, sondern auch Material für Kleidung und Behausung, Schuhe, Werkzeuge und mehr. Selbst die Mägen der Bison wurden als Kochgefäße vewendet, aus den Hufen gewann man Kleber.

Das Bison-basierte System war geprägt von Nachhaltigkeit und produzierte keinen Müll, es war ein geschlossener Kreislauf, auch ökologisch: Die Menschen lebten von den Bisons. Die Bisons lebten vom Gras der Prärie. Und die Prärie lebte von ihrer Beweidung, von ihren Huftritten und von gelegentlichen Bränden, die das Gras neu sprießen ließen.

Den ersten Artikel über die Rolle der Bisons oder Buffalo, wie die Europäer sie nannten, finden Sie hier




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