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Freitag, 24. April 2026

Scrollicon
Foto einer Hegeschau mit Gams- und Rehtrophäen, im Vordergrund steht eine blaue Kiste mit Gamskrucken auf einem Tisch mit grüner Decke, auf dem hinten weitere Trophäen angeordnet sind
24. April 2026, 11:03    office@wildes-bayern.de

Hegeschauen im Alpenraum – nur zum Teil transparent


Wie in jedem Jahr, besucht Wildes Bayern-Vorsitzende und Wildbiologin Dr. Christine Miller verschiedene Hegeschauen, vor allem im bayerischen Alpenraum, und macht sich vor Ort ein Bild von den abgelieferten Gamstrophäen, auch, um weitere Daten zum Zustand der Populationen zu sammeln. Denn genau das ist Sinn und Zweck einer Hegeschau: der Öffentlichkeit Einblick in das Tun der Jagd und die erhobenen Daten über die Trophäen zu geben.

Dass die Hegeschauen seit Jahren angefeindet werden, sollte eigentlich nichts daran geändert haben, denn Gesetz und Vorschriften lauten nach wie vor gleich. Hier und dort schleifen allerdings schon länger kindische Protestaktionen ein, wie, dass Trophäen einfach in Kisten unter die Tische geschoben oder schlampig auf den Tisch geworfen oder mit eigentümlichen Botschaften versehen werden.

Wer eine Hegeschau und ihre Aufgabe ernst nimmt, muss dagegen vorgehen. Wo das nicht von Seiten der Jägervereine oder der Behörde passiert ist, hat Wildes Bayern bereits einige Umweltinformationsanfragen und auch Anzeigen an verschiedene Landratsämter gestellt. Wie, zum Beispiel, lässt sich erklären, wenn Reviere gar nicht mit ihren Trophäen vertreten sind? Wurden sie von der Pflicht zur Vorlage befreit? Und wie geht ein Landratsamt mit Diskrepanzen zwischen vorgelegten Streckenlisten und Trophäen um?

Wir haben uns zudem mit einem Anschreiben an den BaySf-Jagd-Vorstand Rudolf Plochmann gewandt und ihn gebeten, gewisse Vorkommnisse aufzuklären und dafür zu sorgen, dass auch das staatliche Unternehmen samt seiner Mitarbeiter sich an die Gesetze bei der Pflichthegeschau hält.

Auffällig waren einige Trophäen, bei denen das Stück außerhalb der gesetzlichen Jagdzeit erlegt wurde. Insbesondere von Seiten der Bayerischen Staatsforsten werden keine Informationen zu den Abschüssen mehr auf den Trophäenanhängern vermerkt. Hier hat Wildes Bayern also nachgefasst: Wurden sie als Hegeabschuss bei der Behörde gemeldet, oder was ist der Hintergrund? Unter Umständen kann es sich sonst um Schonzeitvergehen oder Verstöße gegen das Tierschutzgesetz handeln.
Unser Anschreiben an BaySf-Vorstand Rudolf Plochmann können Sie hier nachlesen

 

Bildquelle: Hegeschau




Bertram Georgii schrieb:


Die Hegeschauen sind insgesamt erbärmlich. Die „Trophäen“ geben nur sehr wenig Aufschluss über den Zustand eines Bestandes. Und was könnte man aus ihnen auch für eine tolle InfoVeranstaltung für die Bevölkerung machen! Das würde der Kritik an der Jagd viel Wind aus den Segeln nehmen.

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Evelyn claudia Ziemann schrieb:


Ein so großen Dank an Frau Miller für ihren unermüdlichen Einsatz! Schade nur, dass dieser Einsatz überhaupt von Nöten ist! Aber es verstärkt nur meine Meinung, dass der Mensch vor Tier und Natur keinen Respekt hat.

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