Immer wieder erfährt man von skandalös schlecht gemachten Naturschutzprojekten, in denen (wilde) Pflanzenfresser eingesetzt wurden, die dann irgendwann leider verhungert, ertrunken oder sonstwie eingegangen aufgefunden werden (siehe zum Beispiel hier). Tja, Pech, das ist halt Natur?! Wir sehen das komplett anders: Naturschutz und Tierschutz sind kein Widerspruch sondern müssen zusammen gedacht werden! Wir sind absolut für Beweidungsprojekte, aber es ist ein Irrglaube, dass es reicht, wilde oder verwilderte Pflanzenfresser einfach in die Landschaft zu stellen und sie dort ihrem Schicksal zu überlassen.
Das bestätigt auch eine Studie an Exmoor-Ponies, die in einem Naturschutzgebiet in den französischen Voralpen freigelassen wurde. Diese Studie betont ganz klar, dass ein vertrauter Kontakt und eine gute Handhabung durch den Menschen Pflicht sind, wenn man solche Tiere art- und tierschutzgerecht „halten“ will. Denn sie müssen nicht nur gefangen und transportiert, sondern auch regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden.
Dazu braucht es absolut qualifiziertes, professionell vorgehendes Personal. Die wilden Exmoor-Ponies konnten – ohne Anwendung von Medikamenten oder Gewalt – binnen weniger als sechs Stunden so gut vertraut gemacht werden, dass sie sich fangen und irgendwo am Körper anfassen ließen, dass sie ihre Hufe anheben ließen, dass sie sich führen und verladen ließen und dass sie anschließend ohne Anzeichen von Stress oder Trauma in einer neuen Umgebung entlassen werden konnten.
In der Studie wurden ihr Verhalten, Herzschlag und körperliche Verfassung beobachtet, außerdem wurde ihr Wohlergehen für 20 Monate nach der Freilassung wissenschaftlich erfasst.
Die vollständige Studie in englischer Sprache findet Ihr hier
Bildquelle: Sweetaholic/Pixabay.de
Konflikte kreativ lösen: Die Biber-Praxisfibel
Internationales Jahr für Beweidung und Hirtentum
Eichhörnchen – Daten sammeln und helfen!
Kreuzottern – jetzt gut darauf achtgeben!
Update gArtenvielfalt: Internetseite mit tollen Tipps
protectAlps: Schlechte Neuigkeiten für alpine Insekten
Online-Seminar zu ökologischem Verhalten
Ohne Wildschweine weniger Artenvielfalt UPDATE
Rückkehr der wilden Weidetiere
Über unser Verhältnis zu Behörden….
Jetzt anmelden: Tagung Jagd & Artenschutz
„Slow“ Peak Festival Wallberg – viel erreicht, aber mehr ist nötig
UPDATE Windkraft Öttinger Forst: Vortrag von Christine Miller
Podcast der Boku zu Wildtieren und Energiewende
Dank an wildtierfreundliche Landwirte für Kitzrettung
Mehr Licht in der Nacht – weniger Vogelnachwuchs UPDATE
17. Januar Amphibienschutztagung
Photovoltaik – die ungenutzte Chance für die Biodiversität – UPDATE
Save the date: Internationale Igelkonferenz in Kopenhagen
München: Wildes Bayern stoppt Baumfällungen UPDATE
ANL-Exkursion zur Beweidung ins Donaumoos UPDATE
HEUTE Wildkatzen-Webinar der Wildtier Stiftung
Ausstellung in München: Invasive Arten
UPDATE 21. November – Führung „Neuperlach der Tiere“
Rapsfelder – nur in Maßen gut für die Natur
Wildtierschutz-Interview: gegen den Strich oder auf den Punkt?
Diese Woche neue Online-Igelvorträge von Ninja Winter
Studie: Laufkäfer brauchen Lebensräume
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Da kann man dem Beitrag nur zustimmen. Man kann nicht einfach Tiere zur Landschaftspflege aussetzen und dann sich selbst überlassen.
„Du wirst immer verantwortlich sein für das, was du zähmst.“
A. Saint-Exupérie