Immer wieder erfährt man von skandalös schlecht gemachten Naturschutzprojekten, in denen (wilde) Pflanzenfresser eingesetzt wurden, die dann irgendwann leider verhungert, ertrunken oder sonstwie eingegangen aufgefunden werden (siehe zum Beispiel hier). Tja, Pech, das ist halt Natur?! Wir sehen das komplett anders: Naturschutz und Tierschutz sind kein Widerspruch sondern müssen zusammen gedacht werden! Wir sind absolut für Beweidungsprojekte, aber es ist ein Irrglaube, dass es reicht, wilde oder verwilderte Pflanzenfresser einfach in die Landschaft zu stellen und sie dort ihrem Schicksal zu überlassen.
Das bestätigt auch eine Studie an Exmoor-Ponies, die in einem Naturschutzgebiet in den französischen Voralpen freigelassen wurde. Diese Studie betont ganz klar, dass ein vertrauter Kontakt und eine gute Handhabung durch den Menschen Pflicht sind, wenn man solche Tiere art- und tierschutzgerecht „halten“ will. Denn sie müssen nicht nur gefangen und transportiert, sondern auch regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden.
Dazu braucht es absolut qualifiziertes, professionell vorgehendes Personal. Die wilden Exmoor-Ponies konnten – ohne Anwendung von Medikamenten oder Gewalt – binnen weniger als sechs Stunden so gut vertraut gemacht werden, dass sie sich fangen und irgendwo am Körper anfassen ließen, dass sie ihre Hufe anheben ließen, dass sie sich führen und verladen ließen und dass sie anschließend ohne Anzeichen von Stress oder Trauma in einer neuen Umgebung entlassen werden konnten.
In der Studie wurden ihr Verhalten, Herzschlag und körperliche Verfassung beobachtet, außerdem wurde ihr Wohlergehen für 20 Monate nach der Freilassung wissenschaftlich erfasst.
Die vollständige Studie in englischer Sprache findet Ihr hier
Bildquelle: Sweetaholic/Pixabay.de
17. Januar Amphibienschutztagung
Photovoltaik – die ungenutzte Chance für die Biodiversität – UPDATE
Save the date: Internationale Igelkonferenz in Kopenhagen
München: Wildes Bayern stoppt Baumfällungen UPDATE
ANL-Exkursion zur Beweidung ins Donaumoos UPDATE
HEUTE Wildkatzen-Webinar der Wildtier Stiftung
Ausstellung in München: Invasive Arten
UPDATE 21. November – Führung „Neuperlach der Tiere“
Rapsfelder – nur in Maßen gut für die Natur
Wildtierschutz-Interview: gegen den Strich oder auf den Punkt?
No Peak Festival! Wildes Bayern verteidigt Birkhühner gegen Beats – UPDATE
Diese Woche neue Online-Igelvorträge von Ninja Winter
Studie: Laufkäfer brauchen Lebensräume
Nur noch bis 9.11.: Franz Marc-Museum widmet sich den Tieren
Die Halloween-Studie: Ratten fressen Fledermäuse * VIDEO
UPDATE Gartenschläfer – alarmierende Studie aus dem Schwarzwald
Das Geheimnis um den ausgestorbenen Nerz
Forscher warnen: Genetische Vielfalt nicht außer Acht lassen! UPDATE
UPDATE Rappenalptal: Natur einfach machen lassen…
Ein tolles Bild von Schrott-Wissenschaft
Insekten brauchen mehr und verlässliche Lebensräume
Wählen Sie mit: Deutscher Engagementpreis
Jetzt Mitglied werden und kostenlos die Messe in Grünau besuchen!
Neu im Shop: Vogelschutz-Folie für Ihre Fenster daheim! UPDATE
Essay: Vier Punkte für eine bessere Wolfs- und Raubtierpolitik
Aufleben.ch – tolle Tipps für mehr Artenvielfalt in Stadt und Gärten
Kinderbuch zum Abenteuer Naturschutz: „Wo die Eule schläft“
Ferien-Malwettbewerb – hier kommen die Gewinner!
„Handbuch Artenschutzstrafrecht“ als Download erhältlich
UPDATE Igelschutz: Bitte unterschreibt auch für Niedersachsen!
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Da kann man dem Beitrag nur zustimmen. Man kann nicht einfach Tiere zur Landschaftspflege aussetzen und dann sich selbst überlassen.
„Du wirst immer verantwortlich sein für das, was du zähmst.“
A. Saint-Exupérie