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Donnerstag, 17. Juli 2025

Scrollicon
Ein Pferd streift allein und frei durch eine Landschaft
17. Juli 2025, 15:33    office@wildes-bayern.de

Wilde Beweidungsprojekte brauchen Tierschutz!


Immer wieder erfährt man von skandalös schlecht gemachten Naturschutzprojekten, in denen (wilde) Pflanzenfresser eingesetzt wurden, die dann irgendwann leider verhungert, ertrunken oder sonstwie eingegangen aufgefunden werden (siehe zum Beispiel hier). Tja, Pech, das ist halt Natur?! Wir sehen das komplett anders: Naturschutz und Tierschutz sind kein Widerspruch sondern müssen zusammen gedacht werden! Wir sind absolut für Beweidungsprojekte, aber es ist ein Irrglaube, dass es reicht, wilde oder verwilderte Pflanzenfresser einfach in die Landschaft zu stellen und sie dort ihrem Schicksal zu überlassen.

Das bestätigt auch eine Studie an Exmoor-Ponies, die in einem Naturschutzgebiet in den französischen Voralpen freigelassen wurde. Diese Studie betont ganz klar, dass ein vertrauter Kontakt und eine gute Handhabung durch den Menschen Pflicht sind, wenn man solche Tiere art- und tierschutzgerecht „halten“ will. Denn sie müssen nicht nur gefangen und transportiert, sondern auch regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden.

Dazu braucht es absolut qualifiziertes, professionell vorgehendes Personal. Die wilden Exmoor-Ponies konnten – ohne Anwendung von Medikamenten oder Gewalt – binnen weniger als sechs Stunden so gut vertraut gemacht werden, dass sie sich fangen und irgendwo am Körper anfassen ließen, dass sie ihre Hufe anheben ließen, dass sie sich führen und verladen ließen und dass sie anschließend ohne Anzeichen von Stress oder Trauma in einer neuen Umgebung entlassen werden konnten.

In der Studie wurden ihr Verhalten, Herzschlag und körperliche Verfassung beobachtet, außerdem wurde ihr Wohlergehen für 20 Monate nach der Freilassung wissenschaftlich erfasst.

Die vollständige Studie in englischer Sprache findet Ihr hier

Bildquelle: Sweetaholic/Pixabay.de




Joachim Orbach schrieb:


Da kann man dem Beitrag nur zustimmen. Man kann nicht einfach Tiere zur Landschaftspflege aussetzen und dann sich selbst überlassen.

Antworten
Rita schrieb:


„Du wirst immer verantwortlich sein für das, was du zähmst.“
A. Saint-Exupérie

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