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Dienstag, 15. September 2026

Scrollicon
Auf einem Felshang wachsen blau blühende Glockenblumen
15. September 2026, 16:55    office@wildes-bayern.de

Glockenblumen im Garten als Augen- und Bienenweide


Glockenblumen sind nicht nur zauberhaft anzuschauen, sondern ökologisch wirklich wichtig. Wer einen Garten hat, sollte sich sogar mit ein paar Arten davon auskennen – denn das kann den Unterschied für die eine oder andere Wildbienenart machen. Einige sind nämlich extrem wählerisch bei der Nahrungssuche und umso dankbarer, wenn ihnen jemand das Richtige bietet.

Darauf weist das „Kuratorium Wildbiene des Jahres hin“. Die Wildbiene des Jahres 2026 ist nämlich die zierliche, schwarz-weiße Glockenblumen-Schmalbiene. Zu ihr schreibt das Kuratorium zwar, dass sie mit etwas Übung leicht zu erkennen sei, die Anleitung klingt dann aber doch ein bisschen nach Expertentum: „Schmalbienen sind mit 3,5 bis 11 Millimetern Körperlänge vergleichsweise klein und durch ihre meist bräunlich bis schwarze Färbung ziemlich unauffällig. Manche Arten zeigen jedoch einen grünlichen, bläulichen oder kupferfarbenen Metallglanz. Die Weibchen haben eine Längsfurche auf dem letzten Hinterleibssegment, die durch die dort fehlende Behaarung entsteht.“

Glockenblumen sind da wahrscheinlich irgendwie leichter zu identifizieren. Sie sind für viele Wildbienenarten attraktive Nahrungsquellen. Mehrere Arten sind sogar strikt an diese Pflanzenfamilie gebunden. In Deutschland sind dies drei Arten von Sandbienen, zwei Arten von Glanzbienen, vier Arten von Scherenbienen, eine Mauerbienen-Art und eine Sägehornbienen-Art. Wer also Glockenblumen im Garten anbaut, hat nicht nur eine Augen- sondern auch eine Bienenweide!

Konkrete Tipps dazu: Für die nötige Nahrung der Glockenblumen-Schmalbiene sorgen Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata), Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus), Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) und weitere heimische Campanula-Arten oder auch das Berg-Sandglöckchen (Jasione montana).

Offene Bodenstellen mit sandigem oder löss-lehmigem Substrat in Nachbarschaft zu den Pollenquellen bieten den Schmalbienen zudem geeignete Nistmöglichkeiten. Diese Kombination aus Nahrung und Niststätte lässt sich auch im eigenen Garten bereitstellen. Ganz einfach lassen sich Glockenblumen in Blumentöpfen aussäen oder pflanzen und „schneckensicher“ zum Beispiel erhöht auf einem Stein anbieten.

 

Mehr Infos zur Biene des Jahres finden Sie hier

und hier beim Rote Liste-Zentrum

Samen und Tipps für Ihren Naturgarten finden Sie hier beim Naturgartenshop von David Seifert

Bildquelle: Hans auf Pixabay.de




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