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Freitag, 12. Juni 2026

Scrollicon
Auf einer sehr großen Weide grasen verstreut dunkle Rinder, im Hintergrund Büsche und ein blauer Himmel
12. Juni 2026, 14:29    office@wildes-bayern.de

UPDATE: Über 150 Verbände fordern mehr Unterstützung für Beweidung


Die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege hat den Weiden eine neue Veröffentlichung gewidmet: „Die Bedeutung von naturnahen Weiden für den Naturschutz und die Identität ländlicher Räume“. Darin bezieht sie sich auch auf das unten vorgestellte Positionspapier der 150 Verbände.

Etwa ein Drittel der geschützten EU Lebensräume ist an extensive Beweidung gebunden; viele Biodiversitätsziele sind ohne sie nicht erreichbar. Dieser Artikel gibt einen Einstieg, wie extensive Beweidung und Hirtentum wieder zukunftsfähig werden kann.

Die Veröffentlichung können Sie kostenfrei herunterladen, und zwar hier

Meldung vom 18. Mai 2026

Mehr als 80 Verbände aus dem Bereich der Grünlandbewirtschaftung und des Landschaftsschutzes, darunter auch der Deutsche Verband für Landschaftspflege, die Deutsche Umwelthilfe oder unser Partnerverein Naturnahe Weidelandschaften e. V., hatten am 21. April in Berlin eine bessere Unterstützung der Weidetierhaltung gefordert. Dazu haben sie ein Positionspapier an die Umwelt- und Landwirtschaftsministerien in Bund und Ländern versandt.

Inzwischen ist die Zahl der unterzeichnenden Verbände auf fast das Doppelte angewachsen, nämlich 154 (Stand 18.5.2026)!

Die oben genannten Initiatoren schreiben in einer Meldung: „Beweidung ist das effizienteste Instrument für den landwirtschaftlichen Arten- und Biotopschutz. Beweidung mit Schafen, Ziegen, Rindern oder Pferden trägt entscheidend zur Erreichung der nationalen Ziele und Verpflichtungen im Naturschutz, zum Beispiel zur Umsetzung von Natura 2000 und der Natur-Wiederherstellungsverordnung bei. Weidetiere und ihre Halter sind Gemeinwohl- und Ökosystemdienstleister.“

Wir vom Wilden Bayern haben hier im Blog schon oft dargestellt, wie wichtig eine extensive Weidetierhaltung für den Erhalt der Artenvielfalt ist. Deshalb haben wir uns dem Positionspapier ebenfalls angeschlossen.

Die Verbände haben sich zur Verbändeplattform Grünland zusammengeschlossen und ein 10 Punkte-Papier erstellt. Das Bündnis fordert eine nationale Weidestrategie, um die Herausforderungen ressortübergreifend anzupacken.

„Von zentraler Bedeutung wird dabei die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) in der neuen Förderperiode ab 2028 sein. Der Bund steht vor der Herausforderung, mit weniger Geld aus Brüssel die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen zu programmieren, sie finanziell zu untersetzen und abzusichern. Deshalb fordert die Verbändeplattform, dass Förderprogramme gezielt auf Weidetierhalter als Schlüsselakteure des Natur- und Landschaftsschutzes ausgerichtet werden müssen.

Das Bündnis ruft weitere Verbände aus den Bereichen Grünlandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege dazu auf, das Papier zu unterstützen. Eine Mitzeichnung ist weiterhin möglich.

Hier finden Sie das aktuelle Positionspapier (Stand 19.5.26)

Zur Verbändeplattform Grünland (Deutscher Grünlandverband) gelangen Sie hier

Bildquelle: Elisabet Hochberg




Ludwig Fegg schrieb:


„Beweidung ist das effizienteste Instrument für den landwirtschaftlichen Arten- und Biotopschutz. Beweidung mit Schafen, Ziegen, Rindern oder Pferden trägt entscheidend zur Erreichung der nationalen Ziele und Verpflichtungen im Naturschutz, zum Beispiel zur Umsetzung von Natura 2000 und der Natur-Wiederherstellungsverordnung bei. Weidetiere und ihre Halter sind Gemeinwohl- und Ökosystemdienstleister.“
Und damit gehört wohl auch die Beäsung durch das frei lebende Wild zu diesen Akteuren!?
Das „Gesamtgefüge“ macht es aus!
Viele Magerrasenflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt wachsen seit Jahren zu – wohl unwiederbringlich!?
Dabei wird jede Beäsung derzeit als Wildschaden bezeichnet.
Das verstehe ich nicht? Verstehen Sie das?

Antworten
Waidmann. schrieb:


Die Wölfe dürften der Weidewirtschaft als artgerechte Tierhaltung zunehmend Probleme bereiten.

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