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Donnerstag, 17. September 2026

Scrollicon
Auszug aus dem Luftbild eines Industriegebiets, man erkennt Straßen, Bahngleise und die weißen und dunkelgrauen Dächer großer Hallen und Gebäude,
17. September 2026, 09:48    office@wildes-bayern.de

Morgen Demo gegen PFAS und Windkraft in Gendorf


„Unser Leben ist mehr wert als eine PFAS-beschichtete Bratpfanne!“ Unter diesem Motto ruft für morgen, 18. September, ab 14 Uhr die Bürgerinitiative „Vereinte Waldfreunde AÖ“ zu einer Demonstration direkt vor dem Werkstor Gendorf (Industriepark Gendorf, Burgkirchen) auf. Hier ihre Presseinfo dazu:
„Die Organisatoren fordern einen lückenlosen Schutz der regionalen Trinkwasserschutzzonen und des Bannwaldes. Ein zentraler Anlass des Protests ist zudem die kritische Lage bei den PFAS und den damit verbundenen TFA-Einleitungen in die Alz: TFA entsteht in Gendorf/Burgkirchen als unvermeidbares Nebenprodukt bei der Herstellung von Fluorpolymeren, wofür eine Anlage der Firma Dyneon als Hauptemissionsquelle gilt.
Als Nebenprodukt gelangt damit TFA durch die offizielle Einleiterlaubnis des Landratsamtes Altötting – mit einer Menge von bis zu einer Tonne pro Jahr – über das industrielle Abwasser in die Umwelt. Die gesundheitsgefährdende Wirkung für die Bevölkerung sei damit real. Die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) warnt eindringlich vor der fortpflanzungsschädigenden Wirkung der Ewigkeitschemikalie TFA.
Bereits im Jahr 2024, bei der Erteilung der neuen Einleiterlaubnis für die nächsten 20 Jahre, hatte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) als amtlicher Fachgutachter eine klare Empfehlung für eine verbindliche Anlage zur Abwasservorbehandlung ausgesprochen. Das Landratsamt Altötting setzte sich jedoch über diese fachliche Empfehlung hinweg und erklärte eine solche Reinigung für nicht erforderlich.
Selbst dringende Warnungen der Fachberatung für Fischerei wegen der massiven Schädigung der Flussbiologie wurden übergangen. Eine Frachtbegrenzung auf eine Tonne pro Jahr schützt die Region nach Ansicht der Bürgerinitiative nicht vor einer unumkehrbaren Anreicherung der Ewigkeitschemikalie im lokalen Grundwasser.
Ebenfalls im Fokus der Kritik steht die Haltung etablierter Umweltverbände und des örtlichen Trinkwasserschutzvereins zum geplanten Windkraftausbau in der Region: „Ein glaubwürdiger Umweltschutz darf keine Kompromisse eingehen, wenn es um unser Trinkwasser und den Erhalt von Bannwäldern geht“, erklären die Sprecher der Waldfreunde. „Dass Verbände und Initiativen wie der Bund Naturschutz oder BINT die Gefahren von Windkraftprojekten in sensiblen Schutzzonen ausklammern und sich offen für den Bau im Wald aussprechen, ist für uns unverständlich. Wer von öffentlichen Geldern abhängig ist oder auf künftige Ausgleichszahlungen setzt, verliert nicht nur seine Unabhängigkeit, sondern auch die Glaubwürdigkeit. Wir brauchen einen vorausschauenden Naturschutz, der unsere
Lebensgrundlagen schützt – ohne Wenn und Aber.“
Die Bürgerinitiative „Vereinte Waldfreunde AÖ“ fordert daher von Politik, Wirtschaft und Verbänden eine transparente und unabhängige Schutzpolitik für Wasser, Wald und Mensch.“
Kontakt: vereinte-waldfreunde-aoe@t-online.de

Bildquelle: Screenshot Bayernatlas, Hintergrundkarte: © Bayerische Vermessungsverwaltung (Jahr) Datenquelle: Geoportal Bayern www.geoportal.bayern.de




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