Blogpost
Montag, 20. Januar 2025

Scrollicon
Abendroter Himmel mit grauen Wolkenfetzen, davor schwebt eine Fledermaus
20. Januar 2025, 14:55    office@wildes-bayern.de

UPDATE Fledermäuse: Große Probleme mit erneuerbaren Energien


Es stellt sich immer klarer heraus, dass Fledermäuse mit unserer Erzeugung von erneuerbaren Energien in der Landschaft große Probleme haben. Während ihnen Windkraftanlagen mit schlagenden Rotoren, Verwirbelungen und wahrscheinlich auch Geräuschkulisse den Luftraum streitig machen, stellt sich laut einer neuen Studie als weiteres Problem dar, dass die Fledermäuse in ihrem Umfeld nicht mehr an Gewässer gelangen. Dabei brauchen sie das Wasser dringender denn je, wie schon unsere unten stehende ältere Meldung aufgezeigt hat…

Die vollständige Pressemitteilung zur Studie „Windenergieanlagen verschlechtern den Zugang von Fledermäusen zu Gewässern in der Agrarlandschaft“ findet Ihr hier

 

Meldung vom 29. Februar 2024

In unserer Landschaft werden immer mehr Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) aufgebaut, sowohl auf Dächern, als auch im freien Feld. Dabei wird nicht nur Fläche verbraucht, also zugebaut bzw. überschattet, sondern für manche Tierarten stellen sich konkrete Probleme. Bekannt ist, dass PV-Freiflächenanlagen polarisiertes Licht reflektierten, ähnlich wie eine Wasseroberfläche. Dies zieht tagsüber Insekten an, die versuchen, ihre Eier auf der Oberfläche abzulegen. Auch Fledermäuse haben offenbar Nachteile, wie kürzlich ein Beitrag aus der Zeitschrift ANLiegen Natur darstellt. Studien haben festgestellt, dass verschiedene Fledermausarten über oder in der Nähe von PV-Anlagen nicht aktiv waren – sie mieden sie also. Hypothesen stellen in den Raum, dass Fledermäuse durch die PV-Module beeinflusst oder gar desorientiert werden, da sie diese für Wasserflächen halten. Eine weitere Hypothese für die beobachtete reduzierte Aktivität ist, dass das veränderte Habitat aufgrund verändertem Mikroklima, etwa durch weniger Sonnenlicht und Regen und beeinträchtigter Entwässerung, weniger (Insekten-)Beute bietet.

Den vollständigen Beitrag aus ANLiegen Natur findet Ihr hier




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.






Weitere Beiträge zu diesem und verwandten Themen finden Sie hier:

Fledermäuse: Lautlose Schädlingsbekämpfer auf unseren Äckern

Archäologie im Bartgeierbett

Das Hermelin – im Klimawandel bald gefährdet?

Rotwild-Genetik-Studie: Kanibers Hütchenspieler

Allmende – Weiden für unser aller Artenvielfalt

Unordnung im Wald zahlt sich in Arten aus

Wenn der Weg das Ziel ist – was Staudämme mit Flussfischen machen

Fördert der Mensch als „Schutzschild“ den Goldschakal?

Zum Tag der Wanderfische: Mehr Schutz durch die Bonner Konvention!

Nicht jeder Mischwald ist gut fürs Ökosystem

Auen und Weidetiere – eine fruchtbare Symbiose

Ein Managementplan für Stadtbienen

Wespenspinne: Rasante Verbreitung durch Anpassung

Forschungsprojekt: Verbiss gegen Feuer und für die Vielfalt

Neuer Chef über BaySf-Wälder: Mit Hermes in den Hades?

US-Studie zur Nutztierhaltung: Keiner will das

PFAS aus Windrädern? Verband schlägt Alarm

Urteil: Windkraftanlagen im Vogelschutzgebiet rechtswidrig

Eichhörnchen in der Stadt – besser oder schlechter dran?

Hummeln, die heimlichen Rock´n Roller

Rehkitze markieren bringt wichtige Daten UPDATE

Junge Rotmilane mögen Schlaf-WGs

Biber – die besten Helfer der Biodiversität

Katzen halfen beim Mäusemonitoring Schweiz

Katastrophe am Gewässergrund: Massensterben von Muscheln

Fatal attraction: Windkraftanlagen als Magnet für Fledermäuse

Vögel und Windkraft: Was neue Daten wirklich zeigen

Was bringt der Biber?

protectAlps: Schlechte Neuigkeiten für alpine Insekten

Ohne Wildschweine weniger Artenvielfalt UPDATE






Aktuelle Informationen



Pinguine als Schadstoff-Frühwarnsystem Über die gefährliche Ewigkeitschemikalie PFAS berichten wir hier im Blog immer wieder. Bekannt ist, dass sie sich bereits weltweit bis…

Donnerstag, 06. August 2026
Jetzt lesen
Tschernobyls Rinder - back to the roots Als 1986 der Reaktor in Tschernobyl havarierte, richteten die Behörden eine Sperrzone von 30 Kilometern ein, um die Menschen vor…

Montag, 03. August 2026
Jetzt lesen
"Wenn schon, dann mich zuerst" - Rotwildjagdzeit beginnt Auch wenn der Blick dieses Rotwildkalbs im Aufmacherbild eher scheu und schutzsuchend ausschaut, aber zum Auftakt der Jagdzeit für Alttiere…

Freitag, 31. Juli 2026
Jetzt lesen

Mitglied werden