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Donnerstag, 12. Juni 2025

Scrollicon
Kurzschnäuziges Seepferdchen
12. Juni 2025, 15:17    office@wildes-bayern.de

Schätze unserer Meere – unbekannt oder gefährdet?


Dass wir in Bayern nicht gerade die größten Experten für Meeresfische sind, erschließt sich irgendwie. Deshalb haben wir leider die meisten der wunderbaren Arten, über die jetzt das Bundesamt für Naturschutz und das Rote Liste-Zentrum berichten, höchstens in Aquarien gesehen, zum Beispiel den Hundshai oder das Kurzschnäuzige Seepferdchen.

Beide sind allerdings Bewohner deutscher Meeresgewässer – und leider auch der Roten Liste der Meeresfische. Deren jüngste Fassung hält fest: Fast ein Viertel der Meeresfische Deutschlands ist bestandsgefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben. Es gibt jedoch auch einige positive Entwicklungen. Dabei zeigt sich, dass gefährdungsarme Rückzugsgebiete eine wichtige Schutzmaßnahme sind.

Die Rote Liste weist außerdem darauf hin, dass der Klimawandel die Verbreitung von Meeresfischen verändert und sich auf die Bestandsgrößen auswirkt. In der Roten Liste werden alle 105 Arten, die in den deutschen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee etabliert sind, bewertet.

Der Stechrochen gilt jetzt erstmals in Deutschland als ausgestorben, und auch der Hundshai gilt neu als vom Aussterben bedroht. Das sehr seltene Kurzschnäuzige Seepferdchen wird in der Roten Liste in der Kategorie „Daten unzureichend“ geführt, weil die Kenntnislage zur Bestandsentwicklung insgesamt ungenügend ist.

Ein gefleckter Rochen am Meeresgrund

Nagelrochen

Für einige Arten gibt es aber auch positive Nachrichten: Die Anzahl ausgestorbener oder bestandsgefährdeter Arten der Meeresfische Deutschlands ist mit insgesamt 12 Arten geringer als in der vorherigen Roten Liste. So konnten sich beispielsweise die Bestände des Nagelrochens erholen – der ehemals vom Aussterben bedrohte Fisch wird jetzt auf der Vorwarnliste geführt.

Mehr Informationen zur Roten Liste der Meeresfische findet Ihr hier

Bildquelle: Solvin Zank, Ralf Thiel




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