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Dienstag, 07. April 2026

Scrollicon
Ein Reh liegt im Schnee und schaut den Betrachter an.
07. April 2026, 15:02    office@wildes-bayern.de

…und in wenigen Tagen Jagd?!


Klar, vielerorts scheint momentan die Sonne, und tagsüber ist es schön warm. Aber wer unser Wild beobachtet, der sieht: dickes graues Winterhaar. Die größere Tierwelt hat sich noch längst nicht aufs Frühjahr umgestellt – zu recht, denn die Nächte sind noch eisig, und in den bayerischen Bergen zum Beispiel ist der Winter noch gar nicht richtig weg gewesen, und es liegt noch Schnee! Auf den Klimawandel ist leider im Detail kein Verlass.

Umso schlimmer, dass das neue Jagdgesetz die Jagd auf Rehwild schon ab 16. April ermöglicht – das ist in 9 Tagen. Unserem Wild wird nicht die Zeit gelassen, die kalten Einstände gegen ruhige Wiesen mit frischem Grün zu vertauschen. Grün, dessen Vitamine und Mineralstoffe es dringend benötigt nach der kalten Zeit, in der es seinen Stoffwechsel zumindest teilweise weit heruntergefahren hat.

Für jeden, der die Jagdszene kennt, liegt auf der Hand, dass das häufig zu hörende Argument, niemand müsse ja am 16. April schießen, aber man könne eben, nicht zieht – sobald der eine Jäger einen Schuss loslässt, wird der Reviernachbar es sofort auch tun.

Uns läuft die neue Jagdzeit fürs Rehwild sehr zuwider, und wir sind überzeugt, dass sie nicht nur am Wild, sondern auch am Wald mehr Schaden anrichten wird als Nutzen bringen. Traurig genug!

 

 

Bildquelle: Monika Baudrexl




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