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Mittwoch, 21. August 2024

Scrollicon
Drei graue Fische mit Tupfen schwimmen in einem Gewässer
21. August 2024, 18:20    office@wildes-bayern.de

Zum Tag der Fische: Tolles Projekt des Fischereiverbands


Der 22. August ist der Tag der Fische, was wir ziemlich gut finden, denn an die Fische denkt man viel zu selten, obwohl es ihnen sehr schlecht geht. Der Landesfischereiverband Bayern (LFV) teilt mit, dass bundesweit mehr als die Hälfte aller heimischen Süßwasserfische laut neuer Roter Liste gefährdet oder bereits ausgestorben sind.

Dagegen will der Verein etwas tun. Er hat ein Projekt ins Leben gerufen, das Gemeinden und Fischereivereine in Bayern bei der ökologischen Weiterentwicklung von kleinen Fließgewässern unterstützt. Wenn es bei Ihnen so einen Fall gibt, können Sie sich um Unterstützung an den Landesfischereiverein wenden!

Mehrere Menschen und ein Bagger arbeiten an einem Graben

Arbeiten zur Bachrenaturierung

Der LFV schreibt in seiner Pressemitteilung:

„Die so genannten Gewässer dritter Ordnung machen in Bayern etwa 90.000 Kilometer Fließlänge aus und bieten damit ein enormes Lebensraumpotential für Fische, Insekten, Amphibien und Wasservögel. Die Mitarbeitenden des Landesfischereiverbands beraten deshalb die unterhaltspflichtigen Gemeinden und örtliche Fischereivereine bei der Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Ein weiteres Ziel ist es, weitere Akteure wie beispielsweise Landschaftspflegeverbände mit an Bord zu holen.“

Hauptgrund für die schlechte Situation kleiner Gewässer sind Eingriffe in den Gewässerlebensraum. „Insbesondere Fließgewässer sind davon betroffen. Kraftwerke und Wehre zerschneiden die Wanderwege der Fische und verhindern den wichtigen Kiestransport im Fluss, von Äckern und Feldern werden insbesondere bei Starkregen tonnenweise Erdreich abgespült, was zur Verschlammung der Laichgründe führt. Zusätzlich fördert mit eingeschwemmtes Nitrat übermäßiges Pflanzen- und Algenwachstum. Ein im biologischen Gleichgewicht stehendes Ökosystem kann dann durch den als Folge der Überdüngung überhöhten Anteil organischen Materials „umkippen“ und zu Fischsterben führen. Als weitere Gefahr für die Fische kommen zahlreiche überproportional vertretene fischfressende Vögel sowie der Fischotter hinzu.“

Zu den Maßnahmen, mit denen man einem Bach zurück ins Leben helfen kann, gehören zum Beispiel das Einsetzen von Pfalzbuhnen, Wurzelstöcken und Störsteinen, um den Bach wieder ins Schwingen zu bringen. Zur Beschattung werden Kopfweiden gepflanzt. Abstürze werden zurückgebaut und durch Sohlgleiten ersetzt.

Ein schönes Video von so einer Bach-Wiederbelebung findet Ihr hier

Kontakt: Landesfischereiverband Bayern e. V.

Tel.: 089 / 64 27 26

Mobil: 0151-57736260

E-Mail: felix.wolfrum@lfvbayern.de

www.lfvbayern.de

 

Bildquelle: Samueles/Pixabay, Samueles/Pixabay (Symbolbild), Landesfischereiverband Bayern




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