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Montag, 07. September 2026

Scrollicon
Ein älterer Mann steht am Berghang vor spektakulärem Alpenpanorama und krault zwei Kühen die Köpfe
07. September 2026, 12:06    office@wildes-bayern.de

UPDATE Glückwunsch an die Gewinner – Ausstellung Bergbauern


Die Gewinner unserer Verlosung stehen fest! Das große Foto-Buch über die Bergbauern geht an Beate S. aus Oberschleißheim, zwei Eintrittskarten für die Ausstellung im Deutschen Museum gehen an Irmgard G. aus München und an Winfried K. aus Unterreit. Wir danken allen Teilnehmern und wünschen den Gewinnern großen Genuss!

Wir danken außerdem dem Deutschen Museum und Klaus Maria Einwanger für das Stiften der Preise!

 

Meldung vom 27. August 2026

Das Deutsche Museum in München zeigt gerade ein besonderes Fotoprojekt, das mehr mit jedem von uns zu tun hat, als wir vielleicht im ersten Moment denken: „Bergbauern erleben“. Der Fotograf Klaus Maria Einwanger hat über alle Jahreszeiten bayerische Bergbauern bei ihrer Arbeit begleitet und daraus eine wirklich eindrucksvolle Ausstellung, einen umfangreichen Bildband und jahreszeitliche Videos zusammengestellt.

Ein älteres Bauernpaar treibt braun gefleckte Jungrinder über eine Gebirgsweide

Aus dem Buch „Bergbauern“

Wir stellen Ihnen das hier vor, weil die Berglandwirtschaft mit ihrer extensiven Beweidung eine maßgebliche Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt spielt. Extensive Weidetierhaltung ist nicht nur eine sehr tierfreundliche und artgerechte Weise, um Milch und Fleisch zu erzeugen, sondern sie hat unzählige positive Wirkungen auf die Landschaft und die Tierwelt. Wildes Bayern hat deshalb die Forderungen des Bundesverbands Grünland mit unterzeichnet (unseren Blog dazu finden Sie hier), und wir betreiben hier auf unsere Internetseite eine umfangreiche eigene Themenseite zu extensiver Landnutzung und Beweidung.

Hier nur ein ganz grober Überblick über die nützlichen Wirkungen der extensiven Weidetierhaltung:

Kühe, Pferde oder Schafe, die die Weiden begehen, hinterlassen Trittsiegel und schaffen damit schon am Boden ein kleinräumiges Mosaik aus verfestigten und lockeren Bereichen. In den kleinen Mulden sammelt sich Wasser, was weitere Unterschiede nach sich zieht und damit ökologische Vielfalt begünstigt. Der Dung der Tiere ist ein Quell der Insektenvielfalt und liefert wertvolle Feuchtigkeit und Nährstoffe für Pflanzen. Die Art, wie die Tiere die Pflanzen abfressen, ist unterschiedlich, und führt ebenfalls zu positiven Veränderungen in der Struktur der Vegetation. Und so geht es weiter – bis am Ende Milch, Käse und Fleisch stehen und dem arbeitenden Mensch einen Ertrag einbringen, der ihm das Leben ermöglicht. Und wenn die Weidetiere wieder ins Tal gezogen sind, finden auf den Flächen unsere Wildtiere von Gams bis Rotwild noch Nahrung bis in den Winter hinein.

Zwei Menschen wandern mit einer Kuhherde eine Forststraße durch einen Bergwald herunter

Almabtrieb

Ok, und was hat das nun tatsächlich mit uns allen zu tun?

Die Frage, wie hoch wir diese Landbewirtschaftung einschätzen, und ob wir ihre Produkte anderen vorziehen oder sie ablehnen, kann sich unmittelbar auf die Existenz der Bergbauern auswirken. Wer also Fleisch und Milchprodukte aus regionaler Landwirtschaft kauft, unterstützt solche Systeme.

Wer sich tierischer Ernährung verweigert, entzieht auch ihnen die Lebensgrundlage.

Wer möchte, dass unsere Berglandschaft auch weiterhin freie Almen, Hütten und Kuhglockengeläut bietet, der kann jeden Tag beim Einkauf sein Scherflein dazu beitragen. Berglandwirtschaft leidet aber auch unter überbordender Bürokratie, unter ideologischen Entscheidungen und unter neuen Anforderungen, wie der Integration von Wölfen und Bären in eine Landschaft, die Herdenschutz eigentlich nicht kennt und sich dafür auch nicht eignet – weder für Zäune noch für große, wehrhafte Hunde (wer von uns möchte bei unserer Almwanderung darauf stoßen?). Die Gesellschaft sollte die Bergbauern damit auf keinen Fall alleine lassen.

Drei junge Leute stehen lächelnd auf einer Almwiese, hinten ist eine Hütte und etwas Wald zu sehen, die Sonne scheint.

Bergbauernjugend

Dass das Leben in der Berglandwirtschaft kein üppiges, sondern ein zaches, mühsames ist, dürfte jedem von uns klar sein. Es findet sich auch eingeprägt in die Körper und Gesichter der Menschen, die Einwanger in seinem Werk porträtiert hat. Die sind oft hager, kaum jemand hat mal runde Backen – dafür aber klare, strahlende Augen und oft ein Leuchten und Lächeln um sich.

***VERLOSUNG beendet***

Zur Internetseite des Projekts „Bergbauern erleben“ mit tollen Videos über alle Jahreszeiten kommen Sie hier

Infos zum wunderbaren Fotobildband „Bergbauern“ finden Sie hier

Zu Infos über die Ausstellung im Deutschen Museum in München kommen Sie hier

Bildquelle: Klaus Maria Einwanger, Klaus Maria Einwanger: Bergbauern




julia schmidt schrieb:


wäre mega

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Thomas Renken schrieb:


Tolles Buch und tolles Thema

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Stefan schrieb:


Eine meine ersten Urlaubserinnerungen aus der Kindheit – frische Milch und Speckbrot bei einer Pause auf einer Alm während der Wanderungen.

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Josefa Gierl schrieb:


würde mich freuen

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Thomas Schmider schrieb:


So ein tolles Buch

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Tanja schrieb:


Ein schönes Buch, das uns mit unserer Heimat und Geschichte verbindet. In so etwas kann ich viele Stunden lesen oder einfach nur die Bilder auf mich wirken lassen.

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