Hier eine Meldung, die erst jüngst in der Zeitschrift „Anthropocene“ erschien: Wilderei zu stoppen, könnte womöglich die Zahl der Löwen in Zambia verdoppeln. Das haben Wissenschaftler herausgefunden. Die Herden von Impalas, Wildebeest, Kudus und anderen großen Pflanzenfressern in Afrika südlich der Sahara sind im Rückgang begriffen – zum Teil offenbar wegen der Wilderei.
In Zambia konnten die Forscher der Frage, woran die schwindenden Zahlen von Leoparden, Wildhunden und Löwen liegen, unter guten Bedingungen nachgehen. Das Land hatte nämlich dank einer Spendenaktion von Naturschutzorganisationen plötzlich deutlich Gelder für mehr Anti-Wilderei-Patrouillen übrig.
Auf Basis ihrer vorher schon gesammelten Zahlen stellten die Forscher fest, dass sich zwischen 2018 und 2021 die Zahl der Jungtiere von Löwen in Gegenden, die gut kontrolliert wurden, um fast ein Drittel erhöhte. Ihre Interpretation: Es dürften einerseits weniger Löwen direkt gewildert worden seien, zum größten Teil ging der Zuwachs aber andererseits wohl darauf zurück, dass mehr Beutetiere übrigblieben und sie ausreichend Nahrung vorfanden, um ihren Nachwuchs durchzubringen.
Für uns steht da natürlich gleich eine Parallele zu unseren deutschen Verhältnissen im Raum – denn auch Wölfe und Steinadler brauchen Beute, um zu überleben! Doch was, wenn forstliche Doktrinen die Pflanzenfresserbestände drastisch reduzieren, ausdünnen oder stellenweise sogar komplett eliminieren?
Die Wissenschaftler gehen jedenfalls davon aus, dass sich der Bestand an Löwen in Zambia unter der Anwesenheit von reichlich Beutetieren binnen zehn Jahren verdoppeln könnte.
Den vollständigen Beitrag in englischer Sprache aus dem „Anthropocene Magazine“ findet Ihr hier
Bildquelle: Ru1schoenmann/pixabay.de
Online-Seminar zu ökologischem Verhalten
Ohne Wildschweine weniger Artenvielfalt UPDATE
UPDATE PFAS – Buchtipp „Die Vergiftung der Welt“
Soziale „Revolution“ bei Pavianen in Kenia
Jagd oder Wilderei – wo sind hier die Grenzen?
Hirsch äst am Silo – abgeknallt
Über unser Verhältnis zu Behörden….
Schmelzendes Eis: Nicht alle Eisbären leiden gleichermaßen
Gänsestudie: Fressen ist wichtiger als fürchten
Jetzt anmelden: Tagung Jagd & Artenschutz
Eichhörnchen – Daten sammeln und helfen!
Dem Bösewicht auf der Spur: Erster Waldschädling entdeckt
„Slow“ Peak Festival Wallberg – viel erreicht, aber mehr ist nötig
Diese Fische brauchen den Schutz der Bonner Konvention!
UPDATE Windkraft Öttinger Forst: Vortrag von Christine Miller
Podcast der Boku zu Wildtieren und Energiewende
Kühe – so viel intelligenter als gedacht * VIDEO*
Hirsche im Kanton Aargau oder: Guter Wille zum Wildmanagement
Mehr Licht in der Nacht – weniger Vogelnachwuchs UPDATE
Wie schlau sind Wölfe wirklich? * VIDEO *
17. Januar Amphibienschutztagung
Photovoltaik – die ungenutzte Chance für die Biodiversität – UPDATE
Vogelgrippe: Das kann helfen, Ansteckung zu verhindern
Save the date: Internationale Igelkonferenz in Kopenhagen
München: Wildes Bayern stoppt Baumfällungen UPDATE
UPDATE Artenkenntnis: Naturbindung ist eine Generationenfrage
HEUTE Wildkatzen-Webinar der Wildtier Stiftung
Ausstellung in München: Invasive Arten
Rapsfelder – nur in Maßen gut für die Natur
Neugierige Vögel könnten im Wandel besser bestehen
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen