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Donnerstag, 20. Juni 2024

Scrollicon
Zwei Rehe überqueren eine Landstraße
20. Juni 2024, 10:26    office@wildes-bayern.de

Petition gegen Lebensraum-Zerschneidung UPDATE


Die Petition gegen die Zerschneidung der Lebensräume von Rotwild und anderen Wildtierarten läuft noch! Das Ziel von 15.000 Unterschriften ist fast, aber noch nicht ganz erreicht – unterschreiben Sie jetzt noch hier!

Ursprüngliche Meldung vom 24. April 2024

Der Schleswig-Holsteiner Wildbiologe Frank Zabel ist einer der größten Fürsprecher, die das Rotwild, aber auch viele andere Wild- und Vogelarten, in unserem Land gerade haben. Wenn er etwas anpackt, kann man davon ausgehen, dass es Hand und Fuß hat. Insofern schließen wir uns gerne seiner Petition auf change.org an, mit der er einen Stopp der Zerschneidung unserer Wildtierlebensräume fordert. Hier der Text:

„Der ungebremste Bau von Straßen, Bahntrassen, Siedlungen, Industrieanlagen und Freiflächenphotovoltaikanlagen verinselt die Lebensräume von wildlebenden Tieren und gefährdet ihren Fortbestand.

Die Lebensräume der Wildtiere werden immer kleiner und Wanderungen zwischen ihnen sind nur noch selten möglich, da die Wege der Tiere durch ide o.g. Bauwerke und den dort herrschenden Verkehr verschlossen werden. Bestes Beispiel hierfür ist der Rothirsch, der bereits vielerorts Anzeichen von inzuchtbedingten Missbildungen zeigt.

Das Problem besteht unabhängig vom Klimawandel, es wird jedoch durch den Klimawandel verstärkt, da landgebundene Tierarten ihrem klimaoptimalen Lebensraum, der sich stetig nach Norden verschiebt, nicht hinterherwandern können. Natürlich sind dies unscheinbare und kleine Tiere, ihre Vielfalt bildet aber die Lebensgrundlage auf unserem Planeten.

Wir fordern deshalb die sofortige Umsetzung der in §21 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) definierten Maßnahmen zur Herstellung eines länderübergreifenden Biotopverbunds, den Schutz der für den Biotopverbund erforderlichen Flächen und die Vernetzung bereits getrennter Biotope.

Als Sofortmaßnahme fordern wir die Herstellung des bereits 2010 von Hänel und Reck kartierten Netzwerks für Wald bewohnende, größere Säugetiere sowie die Umsetzung regionaler Konzepte, wie den Rotwildwegeplan in Schleswig-Holstein oder den Generalwildwegeplan in Baden-Württemberg.

Angesichts der rasant fortschreitenden Lebensraumzerschneidung müssen dort, wo vorhanden, bereits erstellte Pläne für den Schutz der Wanderkorridore herangezogen werden. Es ist Eile geboten!

Auf (kartierten) Wanderkorridoren und in Trittsteinbiotopen fordern wir ein sofortiges Moratorium (Stopp) für Baumaßnahmen, ein Verschlechterungsverbot im Sinne der FFH-Richtlinie und die Beseitigung bereits vorhandener Wanderhemmnisse durch den Bau von Grünbrücken, die Beseitigung des Hindernisses oder andere geeignete Maßnahmen.“

Direkt zur Petition (und vielen nützlichen Links zum Thema) kommt Ihr hier

oder mit dem folgenden QR-Code:

Bildquelle: petition-qrcode, Kurt Bouda/Pixabay




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