Ein Reh musste bereits elendig in einem Zaun sterben – dann kam ein Hinweis aus der Bevölkerung, und Wildes Bayern hat das Landratsamt Regensburg darüber informiert, dass an zwei Stellen im Wald bei Mintraching altes Zaunmaterial steht, das entsorgt gehört.
Die Antwort der Naturschutzbehörde ist für uns allerdings nicht akzeptabel: Nach Rücksprache mit dem regionalen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sieht das Landratsamt an der Stelle, wo der Rehkadaver im Zaun hing, „keinen Grund einzuschreiten“.
Die Bäume seien zwar der Verbisszone bereits entwachsen, einige (?) bräuchten den Schutz aber noch. Außerdem gäbe es im Mintrachinger Holz regelmäßig Fegeschäden, und die Hegegemeinschaft weise eine zu hohe Verbissbelastung auf.
„Wenn ein Zaun nachweislich keine Schutzfunktion mehr hat, dann ist es völlig unerheblich, ob ein Forstliches Gutachten auf anderen Flächen irgendwelche hohen Verbissprozente ausweist“, so Wildes Bayern-Vorsitzende Dr. Christine Miller. „Auch zum Schutz vor Fegeschäden ist ein Wildzaun wie der angezeigte nicht geeignet und notwendig, da sie überwiegend an kleineren Bäumen auftreten.“
Der Verein hat die Naturschutzbehörde Regensburg deshalb nochmals aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass der funktionslose Zaun entfernt wird – zumal es bereits zu tierschutzrelevanten Vorfällen gekommen ist. Mehr darf hier nicht passieren!
Bildquelle: privat
Über unser Verhältnis zu Behörden….
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Bitte baut die Zäune ab
Habt ihr kein Gewissen ??? Sollen Tiere elendig eingehen
Ich versteh so was nicht . Es liegt doch auf der Hand dass dieser Zaun weg muss !! Bitte denkt drüber nach . Im Sinne der Tiere .
Leider gibt es überall solche nicht mehr benötigten Zäune.
Hier kann und muss an die Verantwortlichen appeliert werden.
Wer einen Zaun zum Schutz von Pflanzen aufbaut, hat auch die Verpflichtung
einen nicht mehr nötigen Zaun zum Schutz der Tiere wieder zu entfernen.
Ich bekenne mich schuldig, längere Zeit versäumt zu haben, einen durch morsche Pfähle funktionslos gewordenen Zaun entsorgt zu haben. Die (Fehl-) Investition ins Material und Arbeit, die ständig wiederkehrende Kontrolle, mehrfach hohe Schäden durch eingesperrtes Wild UND natürlich der (zu lange versäumte) mühsame Abbau haben mich gelehrt, keine Zäune mehr zu bauen. Damit von Ahorn bis Zitterpappel sich alles in meinem Wald natürlich verjüngen kann (den Beweis konnte der Zaun liefern) statt ausschließlich Fichte braucht es angepasste Wildbestände.