Invasive Arten, die von außen in unsere Ökosysteme gebracht wurden, können sich hier oft fatal entwickeln. Der Signalkrebs ist ein Beispiel dafür: In unseren heimischen Gewässern ausgesetzt, frisst er den autochthonen Arten die Nahrung weg und infiziert sie mit einer tückischen Krebspest, auf die sie keine Immunantwort haben. Jetzt müssen unsere heimischen Arten aufwändig und teuer mit Naturschutzmitteln vor dem Eindringling geschützt werden.
Wie hilflos wir Menschen solchen „Geistern, die ich rief“ gegenüberstehen, zeigt das Beispiel der Krebssperre im Landkreis Freyung-Grafenau. Sie ist im Moment die einzige effektive Möglichkeit, den Steinkrebs in einem Bach in Niederbayern – und vermutlich bald auch anderswo – vor dem Aussterben zu bewahren. Die Krebssperre macht den Aufstieg in einem Fließgewässer für Krebse unmöglich, indem die Wände von Absturzstufen mit Metall verblendet werden. Sie sind dann so glatt, dass ein Krebs sich nicht mehr festhalten kann. So soll sie verhindern, dass Signalkrebse aus dem unteren Bachlauf nach oben zu den heimischen Steinkrebsen vordringen.
Aber kann es das Ziel sein, in unseren heimischen Lebensräumen noch mehr das Wandern zu unterbinden? Uns erinnert das fatal an Wolfsschutz- und ASP-Zäune in der Landschaft. Das Landesamt für Umwelt ist jedoch realistisch: „Zurzeit ist die Eindämmung der Ausbreitung von invasiven Flusskrebsen mit Hilfe von Krebssperren das einzig erfolgversprechende Mittel, um die einheimischen Arten vor dem Aussterben zu retten und deren natürliche Lebensräume zu bewahren.“
Zur Pressemeldung des Landesamts für Umwelt über die Krebssperre kommt Ihr hier
Bildquelle: Christoph Graf, LfU
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