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Freitag, 06. November 2026

Scrollicon
Im Hinterhof mehrstöckiger alter Stadthäuser stehen einige herbstlich gefärbte Bäume
06. November 2026, 08:50    office@wildes-bayern.de

Wieder alte Bäume für Natur und Klima in München gerettet


Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat auf eine Klage von Wildes Bayern im Eilverfahren die Genehmigung für ein Bauvorhaben an der Paul-Heyse-Straße in der Münchner Ludwigsvorstadt gekippt. Damit ist auch die Fällung von mehreren Bäumen vorerst vom Tisch. Auch wenn die Entscheidung in der Hauptsache noch nicht getroffen ist, stehen die Chancen gut, dass sie zum gleichen Schluss kommt. Die Entscheidung in der Eilsache stellt noch einen viel weitreichenderen Erfolg dar, weil der VGH dem Verein Wildes Bayern damit sein Klagerecht nach dem Umweltrechtsbehelfsgesetz bestätigt hat, das vorher immer wieder angezweifelt worden war.

Wildes Bayern hatte in der Paul Heyse-Straße schon zum dritten Mal gegen Genehmigungen der Lokalbaukommission oder des Umweltschutzreferats der Stadt München gegen Vorhaben geklagt, bei denen es zum Fällen größerer alter Bäume gekommen wäre. Uns geht es nicht darum, dass wir als „Dauerverhinderer“ die Schaffung von wichtigem Wohnraum blockieren wollen. Wir möchten aber die zuständigen Planer und Behörden dazu bringen, dass bei Bauvorhaben der Schutz von grünen Lungen in den Städten mit gedacht und mit geplant wird. Dieser Gedanke ist nicht auf unserem Mist gewachsen, sondern ist durch zahlreiche Studien untermauert, über die wir in unserem Blog bereits berichtet haben.

Jedes Mal waren die Klagen von Wildes Bayern erstmal vor dem Verwaltungsgericht München gescheitert – und jedes Mal hat der VGH die erste Entscheidung verworfen und Wildes Bayern letztlich Recht gegeben. Geplant war an der Paul Heyse-Straße unter anderem, einen Innenhof mit einem mehrstöckigen Neubau zu verdichten.

Für die Münchner Stadtbevölkerung sind diese Gerichtsentscheide auf Betreiben von Wildes Bayern ein Gewinn echter an (Über-)Lebensqualität. Denn just am 23. Oktober berichteten die Medien über eine britische Studie, die die klimagebundenen Todesfälle des Hitzesommers 2026 in europäischen Städten analysiert hat und laut Süddeutscher Zeitung unter anderem zu folgendem Schluss kommt: „´Es wird immer deutlicher, dass unsere Städte schlecht an die steigenden Temperaturen angepasst sind, und es ist entscheidend, dass wir unsere Anpassungsbemühungen verstärken`, betonte der Epidemiologe Pierre Masselot von der London School of Hygiene & Tropical Medicine. ´Das bedeutet, die Städte durch mehr Grünflächen und weniger Umweltverschmutzung zu kühlen und die Bevölkerung medizinisch zu versorgen.`“

Den sehr guten Artikel in der Süddeutschen Zeitung können Sie gegen eine kleine Gebühr hier nachlesen

 

Bildquelle: Symbolfoto: privat




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