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Freitag, 20. Februar 2026

Scrollicon
Auf einer verschneiten Fläche vor einem Wald stehen leere metallene Futtercontainer
20. Februar 2026, 15:40    office@wildes-bayern.de

Rottach-Egern: Das Hungern nimmt kein Ende * VIDEO*


Vom 19. auf den 20. Februar 2026 ist wieder rund ein halber Meter Neuschnee zu den älteren Resten an Schnee und Eis hinzugekommen – und das Rotwild in Rottach-Egern hungert, hungert und hungert. Nachdem die Futtertische in der Eigenbewirtschaftung Rottach-Egern weiterhin leer sind und uns Videos von den frisch geschälten Bäumen drumherum erreicht haben, hat Wildes Bayern heute zum wiederholten Mal das Landratsamt Rottach-Egern angeschrieben.

Wir fordern die untere Jagdbehörde auf unverzüglich tätig zu werden und für eine sofortige Versorgung des notleidenden Wildes im GJR Rottach-Egern zu sorgen.

Der Landkreis Miesbach das Tegernseer Tal und insbesondere auch die politisch Verantwortlichen im Landratsamt Miesbach werden das Etikett „Tierquäler-Landkreis“ nicht mehr los. Nach dem fachlich nicht nachvollziehbaren Ende der zu spät angeordneten Ersatzvornahme wurden vom Landratsamt keinerlei Maßnahmen ergriffen, um die weitere sachgerechte und rechtlich gebotene Winterfütterung des Rotwildes in der sogenannten Eigenbewirtschaftung Rottach-Egern wenigstens in Ansätzen zu überwachen.
Vermutlich diente die äußerst kurzzeitige Vorlage von ein paar Büschel Heu in den unsachgemäßen, für Rotwild nicht geeigneten Stahlgestellen nur dazu, um Bilder für eine schnelle Presseberichterstattung zu produzieren. Bereits veterinärmedizinisch nicht nachvollziehbare Äußerungen der Protagonisten in dem Jagdrevier zu „artgerechten Futtermitteln“ ließen Kenner befürchten, dass hier keine ordnungsgemäße Übernahme der angeordneten Rotwildfütterung durch die Verantwortlichen im GJR Rottach-Egern zu erwarten war.
Das Landratsamt hat es anscheinend unterlassen, trotz zahlreicher Hinweise und Anzeigen im Vorfeld, wenigstens in Ansätzen die Weiterführung der Rotwildfütterung zu überprüfen. Nun sind seit einigen Tagen zwar die Zeitungen voll mit Schlagzeilen von Wintereinbruch bis Schneekatastrophe – die Stahlgestelle an den beiden verbliebenen Fütterungsplätzen jedoch gähnend leer.
Wir haben das Landratsamt aufgefordert, unverzüglich tätig zu werden. Eine ausbleibende Fütterung kann nicht erst in ein paar Wochen „nachgeholt“ werden. Es bedarf keiner „weiteren Gespräche“ mit irgendwelchen „Beteiligten“, wie vom Landrat und von seinem Stellvertreter immer wieder geäußert worden ist. Es wäre unserer Ansicht nach eher geboten, dass mit einem gewissen Handlungseifer wenigstens die grundsätzlich erforderlichen Maßnahmen angeordnet und ergriffen und entsprechendes rechtliches Fehlverhalten auch geahndet wird.
Angesichts dieses andauernden Skandals im Landkreis Miesbach, der auch überregional Aufmerksamkeit erlangt hat, fordern wir die politischen Verantwortungsträger auf, endlich konsequent und vor allem glaubwürdig für Abhilfe zu sorgen. Daher haben wir in unseren Verteiler auch Pressevertreter und sonstige Beteiligte aufgenommen.

Bildquelle: Wildes Bayern Symbolbild




Franz Bammer schrieb:


bei uns im Almtal genau gesagt in Grünau im Almtal wird und wurde das Rotwild schon sehr Lange gefüttert ca. 65 Jahr Grünau ist großteils Rotwildkerngebiet . seit ca 10 Jahren wird das von exremen Wildgegnern und von der Forstbehörde stark in Frage gestellt bzw. wurde zum Teil Behördlich abgedreht . Das wiederum lies auch Jagdeigentümer und Pächter von Jagden auf den Zug aufzuspringen um sich einerseits Geld zu Sparren und anderseits vor der Behörde gut dazustehen. Die Auswirkungen von dieser Entwicklung müssen die jenigen büßen die noch Fütterungen betreiben dort wird das Wild über den Winter zurück getränkt und es entsteht über einen Zeitraum von 5-6 Monate eine Überproportionale Bestandesgröße die auch zu Schadensproblemen führen kann und somit wieder eine Provokation gegen den Wildbestand darstellt. In diesen Revieren in dem die Rotwildfütterung verboten wurde die sich vorwiegend Talauswerts in Vorlage befinden bestehen großteils Zwangsabschüsse für Rotwild die legitimieren das Rotwild ohne Schonzeit zu bejagen . Also zusammenfassend gesagt wir der Haupwildbestand auf wenigen entlegenen Gebieten im Schutzwaldbereich überwintert das für die Betreiber einerseits ein hohes Schadrisiko und dadurch wieder Zoff mit der Forstbehörde bedeutet , anderseits hohe Kosten verursacht . Die angrenzenden Jagdausüber sind die Nutznießer dieser Praktik die haben ein halbes Jahr wenig bis kein Wild im Revier , und keine Kosten in der Wegetationszeit kommt das Wild von selber wieder in diese Gebiete zur Hauptjagdzeit wir vielerorts auch künstlich nachgeholfen .
Leider ist es so ich habe seit Jahren versucht die Dinge anders zu gestalten zu regeln zu betreiben , zu ändern und zu gestalten im Sinne für Wald und Wild das aber bis dato gescheitert ist !

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Franz Bammer schrieb:


Noch eine kleine Richtigstellung und Ergänzung meines Beitrages . In den Großjagden in diesen Gebiet die um 1900 betrieben wurden , entstanden schon zu dieser Zeit also vor 120 Jahren große Rotwildfütterungen die zum Teil noch bestehen und als Zeitzeugen daran erinnern .

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