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Donnerstag, 30. Oktober 2025

Scrollicon
Schwarz-weißes Wärmebild einer Ratte, die von einem Vorsprung aus eine Fledermaus angreift
30. Oktober 2025, 06:21    office@wildes-bayern.de

Die Halloween-Studie: Ratten fressen Fledermäuse * VIDEO


Hui, Halloween lässt grüßen! Hier kommen einzigartige Videos, wo Ratten Fledermäuse aus der Luft greifen und fressen. Gelungen sind diese spektakulären und gruseligen Aufnahmen Forschenden vom Museum für Naturkunde Berlin um Florian Gloza-Rausch. Leider sind sie nicht bloß spooky, sondern geben auch Hinweise auf eine ernste mögliche Gefahr.

Ort des Geschehens ist der Segeberger Kalkberg, wo viele Tausend Fledermäuse überwintern. Auch am Lüneburger Kalkberg mit seiner ebenfalls erheblichen Fledermauspopulation wurden Hinweise gefunden, dass die invasiven Wanderratten Jagd auf Fledermäusen machen.

Die Fledermauspopulationen in den innerstädtischen Großwinterquartieren von Bad Segeberg und Lüneburg sind laut der Studie durch die fortschreitende Urbanisierung, Straßenbau und Lichtverschmutzung im Umfeld der Kalkberge ohnehin schon zunehmend gefährdet, weil es für die teils weit anwandernden Fledermäuse immer schwieriger wird, ihre Winterquartiere zu erreichen.

Dazu kommen nun die regelmäßigen Beutezüge durch Wanderratten, die die Forscher mit Infrarot-Videokameras erstmals so dokumentieren konnten. Die Wissenschaftler befürchten, dass sie an den Populationen ebenfalls zu schweren Verlusten führen. Das muss künftig beim Artenschutz der Fledermäuse mit bedacht werden.

Die Videos zeigen aber noch eine Gefahr auf: Sowohl Fledermäuse als auch Nagetiere gelten als Reservoirs für diverse zoonotischer Krankheitserreger. Direkter Kontakt zwischen diesen zwei bedeutenden Wildtierreservoirs in einer städtischen Umgebung kann ein Hinweis auf eine potenzielle Schnittstelle für den Austausch von Krankheitserregern sein. Die Forscher befürworten deshalb eine gezielte Bekämpfung der Wanderratten an wichtigen Fledermaus-Winterquartieren – sowohl als Schutz für gefährdete Fledermauspopulationen als auch vor potenziellen Risiken für die öffentliche Gesundheit.

Die original Veröffentlichung mit spannenden Videosequenzen finden Sie hier

Bildquelle: Florian Gloza-Rausch




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