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Mittwoch, 25. März 2026

Scrollicon
Auf dem Boden liegen Innereien eines frisch toten Tieres, darunter ein ungeborenes, braun befelltes kleines Huftierbaby
25. März 2026, 09:04    office@wildes-bayern.de

UPDATE Weilheim: Schonzeit fürs Rotwild gilt wieder!


Heute hat uns eine wirklich großartige Botschaft für unsere Wildtiere erreicht: Der Eigenjagdbesitzer im Kreis Weilheim-Schongau, der den Antrag auf Schonzeitaufhebung für Rotwild gestellt hatte, hat diesen zurückgezogen! Sämtliches Rotwild hat also auch in diesem Bereich jetzt weiterhin die vom Jagdgesetz vorgesehene Schonzeit bis in den Juni hinein.

Unsere Gegenwehr im Namen des Wildes hat sich gelohnt. Wir danken allen, die sie aufgegriffen und ihr draußen und in den sozialen Medien ihre Stimme verliehen haben.

 

UPDATE 24. März 2026

Das Landratsamt Weilheim-Schongau hat auf die Klage von Wildes Bayern offenbar bereits reagiert: Wie das Landwirtschaftliche Wochenblatt berichtet, wurde der Bescheid über die Schonzeitaufhebung nachträglich auf einjährige Stücke, also Schmaltiere und Schmalspießer begrenzt. Das ist ein erster Erfolg!

Den Bericht aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt finden Sie hier

 

Meldung vom 12. März 2026 

Das Landratsamt Weilheim hat einen neuen Meilenstein in Wildhass erreicht. Auf Antrag eines Eigenjagdbesitzer darf ab März jedes Stück Rotwild geschossen werden. Das heißt: Auch die schon weit entwickelten Föten im Mutterleib müssen nach dem Tod der Mutter grausam ersticken.

Die Untere Jagdbehörde weist zwar auf den Muttertierschutz hin, aber der gilt eben nicht für ungeborenes Leben und auch kaum noch für die Kälber des letzten Jagdjahres, die jetzt Schmaltiere und Schmalspießer werden. Jeder Hirsch, ob jung oder alt, alle Jungtiere und auch die hoch beschlagenen Hirschkühe dürfen auf Wunsch des Grundbesitzers und mit Segen der Jagdbehörde auf den beantragten Flächen erschossen werden.

Der Grund für dieses abstoßende Vorgehen ist wohl der Wunsch, dass nach Sturmschäden und Käferkalamität die Pflanzflächen wildfrei gehalten werden sollen. Perfiderweise zählt ein werdendes Muttertier leider erst dann als Mutter, wenn das Jungtier schon geboren ist – auch wenn das Setzen nur noch einen Tag entfernt ist! Naturschutzbehörde und Jagdberater haben dem Antrag zugestimmt, das AELF hat ihn natürlich sogar befürwortet und untermauert.

Wir können nur hoffen, dass die Jagdscheininhaber im Kreis Weilheim-Schongau neben normalem menschlichen Mitgefühl auch ausreichend Kenntnisse auf den Weg gegeben wurden, um werdende Muttertiere als solche anzusprechen und entsprechend zu schonen. Der Behörde geht offenbar beides ab.

Wildes Bayern wird den Bescheid anfechten. Uns ist klar, dass das Verfahren länger dauert als diese Schonzeitaufhebung, und dass wir in diesem Jahr leider kein einziges Tier werden retten können. Aber wir brauchen hier eine Grundsatzentscheidung, und dafür kämpfen wir!

 

Bildquelle: privat




Georg Schnabler schrieb:


Da ist der Punkt erreicht wo Jäger sich für ihr Handwerk zu schämen beginnen.
Die heutige Praxis der Forstleute macht es erst möglich das so massive Windwürfe u
nachfolgend ganze Waldteile duch Käferbefall absterben.
Ersteres wird meist auf das Klima geschoben und in weiterer Folge ist dann das Wild schuld wenn die Entwicklung der Jungkulturen nicht schnell genug voranschreitet das die Brachialen Schäden am Waldboden endlich wieder überdeckt werden.Und ist der Wald dann endlich geschlossen beginnt der vernichtende Kreislauf wieder von Neuem..
Leute wir müssen im Umgang mit unserem Wald vieles umkehren u viel pfleglicher mit unseren Waldbestànden umgehen,aber momentan zählt scheinbar nur das Tempo!!🥲

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Susanne schrieb:


Danke, danke, danke für eure unermüdliche Arbeit als Anwälte des Wildes. Ich kann gar ncith sagen, wie schrecklich ich solche Genehmigungen finde. Und noch viele furchtbarer finde ich Jäger/innen, die hier mitmachen.

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Wolfgang Meusburger schrieb:


Ich bin selber Jäger und verurteile diesen Umgang aufs tiefste. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo jeglicher Respekt, Achtung und Verantwortung für alle Geschöpfe erloschen ist. Wer solche Abschlachtungen von anderen einfordert oder erlaubt, sollte öffentlich die volle Verantwortung übernehmen. Auch jene Jagdkartenbesitzer mit einem ausgeprägten Killerinstinkt die den Respekt von der Kreatur abgelegt haben, sollten sich nicht als Jäger deklarieren.

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Joachim Orbach schrieb:


Da kann ich als Jäger dem Kommentar von Herrn Schnabler nur zustimmen.

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Heidi Riemer schrieb:


Ein weiteres schreckliches Szenario, es ist kaum mehr auszuhalten diese Tierquälereien.

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Ludwig Fegg schrieb:


Stimme euch allen voll zu. Als Jäger, Natur- und Tierfreund könnte ich nie so handeln.
Hoffe, dass sich keine „Schießer oder Wildhasser“ finden, die so handeln.
Das Rotwild braucht Ruhe, artgerechte Winterfütterung und keine Killer, die ohne Herz und Gefühl handeln.
Schonzeit für das Wild bedeutet auch Schonzeit für den Wald.
Und dem Wald dient ein guter Umgang mit dem Wild!
Ständige Hetze und Unruhe sind Gift für Wald und Wild.
Hochbeschlagene (tragende) Alttiere (um diese Zeit) zu erlegen ist entsetzlich!

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Blumenröhr schrieb:


Das Schalenwild kann nichts für Jahrzehnte lange verfehlte, falsche Forst- und Waldwirtschaft.
Da muss sich der Staatsforst und auch mancher Waldbesitzer an die eigene Nase fassen. Leider kann man diese nachträglich nicht zur Verantwortung ziehen. Wie sähe die Strafe aus?
Jedenfalls ist dieser „Vernichtungsfeldzug“ widerlich, WmH

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Dr Tino Gasche schrieb:


Es ist erschreckend wie sich Behörden zu Sklaven einer völlig verfehlten Forstpolitik machen. Wer so etwas abwinkt hat keine Ahnung von unseren Gesetzen, keine Ahnung von der Natur und kein Gewissen für die Tiere, die dort leben.
Ein Beispiel mehr, dass Forst nie Natur bedeutete, sondern lediglich Ausbeutung unserer Natur, ohne Rücksicht auf Verluste.

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Der Förster schrieb:


Richtig so! Weg mit die Viecher!

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Waidmann.j schrieb:


Zum Kommentar „Der Förster schrieb. Diesen Förster sollte man zur Müllabfuhr schicken. So ein Vogel gehört nicht in den Wald!

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