Nicht nur wir Menschen leiden unter Hitzewellen. An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg fanden Forschende kürzlich heraus, dass hohe Temperaturen Hummeln den Geruchssinn rauben – sie können also duftende Blüten nicht mehr wahrnehmen, diese folglich nicht bestäuben und sich unter Umständen auch nicht mehr richtig ernähren.
Im Experiment wurden Hummeln in Röhren Temperaturen von 40 Grad Celsius ausgesetzt. Dabei wurden bei Arbeiterinnen Verschlechterungen von bis zu 80 Prozent festgestellt. Männliche Tiere büßten bis zu 50 Prozent ihres Geruchssinn ein. Auffällig war weiterhin, dass wilde Hummeln größere Probleme mit der Hitze hatten als wirtschaftlich genutzte Tiere.
Die Auswirkungen waren nachhaltig: Noch 24 Stunden nach den Tests zeigten die meisten Hummeln laut den Forschern immer noch vergleichbare Beeinträchtigungen.
Die Wissenschaftler befürchten anhand der Ergebnisse, dass Hitzewellen, wie sie der Klimawandel häufiger bringen könnte, künftig die Kommunikation zwischen Pflanzen und ihren Bestäubern unterbrechen könnten. Sie wollen an dem Thema dranbleiben und nun auch erforschen, wie die hohe Temperaturen das Verhalten der Hummeln bei der Nahrungssuche beeinflusst.
Zur Originalveröffentlichung in englischer Sprache kommt Ihr hier: https://doi.org/10.1098/rspb.2024.0352
Bildquelle: Wildes Bayern
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