Wilde Hausmäuse haben etwas Erstaunliches mit Vögeln gemeinsam: Ihre Paarungszeit bezeichnet man ebenfalls als Balz – und: Die Männchen singen, um die Weibchen zu beeindrucken! Allerdings bewegt sich der Gesang jenseits der menschlichen Hörfähigkeit im Ultraschallbereich (>20 kHz), sonst könnte man in einigen alten Bauernhäusern wohl zu dieser Zeit gar nicht schlafen…
ForscherInnen des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung an der Vetmed-Uni in Wien untersuchten kürzlich die verschiedenen Arten von Rufen, die von wilden Hausmäusen während der unterschiedlichen Stadien der Balz ausgesendet werden. Sie sammelten 53.000 Aufnahmen und kamen auf bis zu 2.000 Ultraschall-Rufe binnen zehn Minuten!
Dabei stellten sie nicht nur fest, dass es während der Balz etwa vier verschiedene Phasen gibt, die sich auch im „Gesangsrepertoire“ unterscheiden, sondern sie entdeckten auch, dass es Gesangsduette zwischen Männchen und Weibchen gibt.
Die Forscher zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Komplexität der Mausgesänge. Und sie zogen aus ihren Untersuchungen den Schluss, dass sich anhand der Töne, die während der anfänglichen Balz ausgestoßen werden, vorhersagen lässt, ob ein Paar erfolgreich kopulieren wird oder nicht.
Den vollständigen Beitrag der Vetmeduni findet Ihr hier
Bildquelle: Ralphs Photos/Pixabay
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